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Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Was hat Knut mit Mediation zu tun?

Knut ist der immer noch süße Berliner Eisbär, der viele Millionen Besucher in den Berliner Zoo gezogen hat und in der Zwischenzeit zum Klimaschutzsymboltier geworden ist. Wegen Knut gibt es nun einen Konflikt, der entweder zur Mediation oder zum Gericht führen wird.

Knut gehört eigentlich dem Tierpark in Neumünster, denn laut Vertrag ist das erste geborene und überlebende Jungtier von Knuts Vater, dem Eisbären Lars aus Neumünster, Eigentum des Neumünsterer Tierparks. Deshalb erhebt dieser auch Anspruch auf einen Teil des 6,8 Millionen Euro betragenden Bilanzgewinns des Berliner Zoos.

Der Berliner Zoo-Vorstand Bernhard Blaszkiewitz führte jedoch Anfang Juni in einer Hauptversammlung vor Zoo-Aktionären in Berlin aus, dass er keinen Handlungsbedarf sieht. Die Anwälte des Berlines Zoos hätten festgestellt, dass der Zoo Neumünster keinerlei Rechte auf Beteiligun an den durch Knut eingefahrenen Gewinnen habe.

Peter Drüwa, der Chef des Tierparks in Neumünster, hat schon vor einiger Zeit dem Berliner Zoo eine Mediation angeboten: „Wir haben immer noch keine Antwort auf unser Angebot, sich außergerichtlich mit einem Mediator zu einigen und behalten uns weitere Schritte vor.“ Er ist jetzt dabei, die Entscheidung zu treffen, ob der Tierpark Neumünster sogar gegen den Berliner Zoo vor Gericht ziehen.

Mehr über den Konflikt um Knut gibts bei Der Tagesspiegel.

Warten wir ab, ob die Knut-Geschichte vor Gericht geht, oder ob die Parteien doch noch eine außergerichtliche Konfliktlösung durch Mediation finden.

Christa Schäfer

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4 Comments

  1. Ich habe keine Ahnung, wie der Vertrag zwischen den zwei Tiergärten lautet, ob die finanziellen Ansprüche der Neumünster juristisch gesehen korrekt sind. Meiner Meinung ist, dass der Zoo Berlin sich ein bisschen großzügiger zeigen sollte, und die Parteien sollten jedenfalls außergerichtliche Verhandlungen führen.
    Einerseits würde ein juristischer Prozess dem Image der beiden Tiergärten schwierig schaden, vielleicht sogar das zukünftige Knut-Einkommen reduzieren.
    Andererseits handelt es sich um zwei Zoos, die wahrscheinlich viele Möglichkeiten zu sinnvollem Zusammenarbeiten hätten – sowohl im Fall von Knut, als auch in anderen Sachen. Sie sollten die gemeinsame Torte vergrößern, und nicht miteinander über das Verteilen streiten.

  2. Da bin ich ganz Ihrer Meinung.
    Wenn doch alle so denken würden wie Sie,
    dann gäbe es mehr Miteinander statt Gegeneinander auf der Welt.
    Wäre das schön …
    Ich habe noch Hoffnung, dass sich die beiden Tiergärten Knuts wegen einigen.

  3. Noch im März sah es so aus, als könnte es zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, nachdem der Direktor des Zoos von Neumünster ein Mediationsverfahren vorgeschlagen hatte. Inzwischen stehen die Zeichen auf Gerichtsverfahren. Aber noch scheint keine endgültige Entscheidung gefällt zu sein.

  4. Danke für die Infos.
    Da ich die Berliner Zooluft öfters genießen darf und die Berliner Tagespresse lese,
    bekomme ich vielleicht neue Entwicklungen schnell mit. Ich werde berichten.

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