Jedes zweite Berliner Schulkind hat bereits einen Mobbingfall in der Schule erlebt, sei es als Täter oder als Opfer. Ein Viertel der Berliner Schüler zwischen elf und 15 Jahren klagen über psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Einschlafstörungen. Jede Berliner Schulklasse hat durchschnittlich zwei bis drei psychisch auffällige Schüler/innen.

Diese Zahlen gehen aus einer Untersuchung zum Gesundheitszustand der Berliner Schüler hervor. Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher hat den Bericht gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Jahr 2006 waren für diese Untersuchung insgesamt 1.300 Mädchen und Jungen aus fünften, siebten und neunten Klassen befragt worden.

Es fällt auf, dass psychische Erkrankungen derzeit häufiger vorkommen als bei der letzten Untersuchung von vor 4 Jahren. Interessant ist auch, dass psychosomatische und psychische Störungen verstärkt bei Kindern aus ärmeren Familien vorkommen.

Was sagen uns diese Zahlen? Es muss mehr investiert werden in die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Schule!

Christa Schäfer