Supervision meint die Unterstützung von helfend Tätigen in ihren Aufgaben. Dies bedeutet die Bearbeitung von Anliegen in der Fallarbeit (Gruppen- oder Einzelfallsupervision), eine Verbesserung der Zusammenarbeit (Team- oder Leitungsebene) und eine Entlastung und Unterstützung der Supervisanden.

Mediation meint die Vermittlung in Konflikten. Hinter dem Begriff der Mediation steht ein Verfahren, bei dem zwei oder mehr in einen Konflikt verwickelte Personen zusammenkommen, um eine Lösung des Problems mit Hilfe einer unparteiischen dritten Person zu erarbeiten.

Supervision spielt heute in der Mediation in Form der Ausbildungssupervision eine wachsende Rolle. Laut den Richtlinien des BM (Bundesverband Mediation e.V.) müssen MediatorInnen, die eine Anerkennung anstreben, Ausbildungssupervision / Fallsupervision nachweisen. Und diejenigen MediatorInnen, die sich als AusbilderInnen Mediation vom BM anerkennen lassen wollen, müssen sogar eine kurze Supervisionsausbildung nachweisen können, um Ausbildungs- und Fallsupervision durchführen zu können.

Gerade ist ein fantastisches Buch zum Thema „Methodenintegrative Supervision“ erschienen. In dem von Albrecht Boeckh verfassten Buch finden Interessierte vielfältige und kompakte Informationen. Diese reichen vom beschriebenen Rahmen einer Supervision über den Ablauf in einem Zwölf-Punkte-Programm bis zu speziellen Methoden aus psychotherapeutischen Verfahren und deren Integration in die Supervision.

Die Gründe für eine Supervision werden dort gut beschrieben: „Jeder, der professionell mit Menschen arbeitet, wird von deren Thematik berührt und kann sich auf Dauer den Problemen, Konflikten, deren Anspannung und Leid nicht entziehen. Das gilt vor allem dann, wenn es sich um Menschen in kritischen Lebenssituationen handelt. Die meisten professionellen Helfer haben deshalb Strategien entwickelt, die ihnen helfen, diese Probleme zu verarbeiten und innere Distanz dazu zu gewinnen.“

Menschen in helfenden Tätigkeiten sind häufig durch ihr Tun belastet. Es gibt Situationen, in denen sie Abwehrmechanismen entwickeln, die sie gegenüber dem Leid der Klienten abstumpfen lässt. Es gibt auch Situationen, in denen sie sich das Leiden und die Konflikte ihrer Klienten zu sehr zu Herzen nehmen. Und es kann natürlich auch der Fall auftreten, dass sie in einem bestimmten Fall nicht mehr weiter wissen oder sich vergewissern wollen. Bei allen diesen Anlässen, ist Supervision genau der richtige Ansatzpunkt zur Wiederherstellung einer gesunden Arbeitsatmosphäre.

MediatorInnen, die sich über die Methode der Supervision informieren möchten, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. MediatorInnen, die Ausbildungs- oder Fallsupervision suchen, können gerne nach Terminen für Supervision in Berlin bei mir nachfragen.

Christa Schäfer