Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Berlin: Myfest und 1.-Mai-Demo 2009

Erst gab es das Myfest in Berlin Kreuzberg, dann begann abends die so genannte „Revolutionäre 1.-Mai-Demo“ mit ca. 5000 Teilnehmern.

Auf dem Myfest halfen 200 Kreuzberger Jugendliche aus den Kreuzberger Jugendclubs der Polizei, die Stimmung ruhig zu halten und Krawalle nicht aufkommen zu lassen. Sie hatten zuvor in einige Seminare allgemeine Informationen zum 1. Mai erhalten und bei der Polizei in Rollenspielen gelernt, wie man Streit schlichtet. Mit Namensschildern und dem Hinweis auf ihre Security-Tätigkeit haben die jungen Wachleute stolz ihre Aufgaben versehen. Damit haben die Jugendlichen einen Teil der Verantwortung für ihren Kiez übernommen, sie haben als Experten in eigener Sache sicherlich die richtigen Worte bei ihnen bekannten Jugendlichen getroffen und so zur Deeskalation beigetragen. Wer weiß, vielleicht hätten einige ohne diese ihre Aufgabe sonst sogar selber bei den Krawallen mitgemacht …

Auf der Revolutionären 1.-Mai-Demo am Abend brach dann bereits zwei Minuten, nachdem sich diese Demo am Kottbusser Tor in Bewegung gesetzt hatte, Gewalt aus. Die Anti-Konflikt-Teams (AKT’s) der Polizei, die mit im Demonstrationszug gingen, wurden mit Flaschen beworfen. Die Stimmung war aggressiver als in den letzten Jahren, der Steinhagel extremer. Dennoch konnte verhindert werden, dass die Randale ausuferte, denn die Feiern auf dem Myfest gingen weiter …

Christa Schäfer

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„In einer friedlichen Familie kommt das Glück von selbst.“

  1. Was hat sich denn die Polizei dabei gedacht, eigene Leute unter die gewaltbereiten Demonstranten zu mischen? Deeskalation? Waren sie als Polizisten erkennbar? Wenn nicht, konnte dies aus Sicht der Gewaltbereiten einzig so gesehen werden, dass ihre Identifikation erleichtert werden sollte. Also eine Provokation.

  2. Hier findet man mehr zum Aussehen und zur Vorgehensweise der AKTs der Berliner Polizei: http://www.berlin.de/polizei/praevention/antikonflikt/

    In den letzten Jahren hat es geklappt mit der Deeskalation. Dieses Jahr war wohl von Anfang an schon „Gewalt in Sicht“.

    Die Auswertungen zum 1. Mai in Kreuzberg laufen. Anschuldigungen laufen „hin und her“ …

  3. Vielen Dank, Frau Schäfer. Dann handelte es sich ja wohl nicht um gewaltbereite, sondern um gewaltentschlossene Täter.Respekt vor den mutigen BeamtInnen!

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