… nämlich im Durchschnitt täglich neun Mal im Schuljahr 2007/2008, über das jetzt der Bericht vorliegt. Insgesamt meldeten die Schulen für diesen Zeitraum genau 1632 Gewaltvorfälle, und das ist ein Rückgang von genau 100 im Gegensatz zum davor liegenden Schuljahr.

In vier von 10 Fällen wurde die Polizei eingeschaltet, bei 28 Prozent ein Arzt geholt. Die Täter waren in der Regel männlich, die Opfer überwiegend weiblich. In jedem fünften Fall waren Lehrer oder andere Schulmitarbeiter die Opfer. Jugendlich mit Migrationshintergrund wurden überproportional häufig als Täter genannt, in etwa der Hälfte der Fälle. Der Tatbestand der Körperverletzung und der gefährlichen Körperverletzung machten zusammen rund 2/3 aller Fälle aus.

Die am häufigsten von Gewaltvorfällen betroffenen Schulen waren Grund-, Sonder- und Hauptschulen. Die Bezirke, in denen die meisten Gewaltvorfälle vorkamen, waren Mitte und Neukölln, gefolgt von Steglitz-Zehlendorf. Die wenigsten Gewaltvorfälle wurden aus Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau und Pankow gemeldet.

Eine Zusammenfassung des Berichtes im Tagesspiegel vom 11. Juli 09

Der ausführliche Gewaltpräventionsbericht zum Schuljahr 2007/2008 einzusehen unter www.berlin.de

Interesse an den Ergebnissen einer deutschlandweiten Studie zum Thema Jugendgewalt?

Christa D. Schäfer