Vor einiger Zeit gab es in Berlin die Ausstellung „Auf Augenhöhe“, in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund.

Im Auftrag der Stiftung Kinderland hatten die Künstlerin Katharin Haller-Kaiser und der Fotograf Andree Kaiser fünf Monate lang über 300 Kinder zwischen 8 und 10 Jahren in ganz Baden-Württemberg befragt und porträtiert. Die Kinder gaben Auskunft über ihre Lebenswelten, Träume und Hoffnungen. Daraus wurde dann eine Ausstellung konzipiert, in der sowohl die Bilder der Kinder, als auch ihre Ansichten Platz hatten.

Einige Antworten dazu, wovor sich Kinder fürchteten:

„Wenn ganz viele Leute kommen und mich angucken. Ich denk, dass die mir was machen können, weil ich sie nicht kenne. Es können gefährlichen Sachen passieren. Kleinen Kindern passiert das öfters. Hier in der Nähe hat mal einer fünf Kinder geklaut. Aber jetzt ist er im Gefängnis.“ Eda (9 Jahre alt)

„Vor schlechten Noten. Wenn schlechte Noten kommen, dann bin ich enttäuscht und davor hab ich Angst. Sonst hab ich nicht viel Angst.“ Marei (8 Jahre alt)

„Vor ’ner dunklen Höhle, wenn ich da rein geh und so rote oder gelbe Augen seh. Vor sonst eigentlich nichts.“ Luisa (8 Jahre alt)

„Vor so bösen Menschen, die einem weh tun wollen. Hier in der Schule ist auch so jemand, der mir immer hinterherläuft. Der ist viel älter als ich. Ich renn dann immer in mein Klassenzimmer.“ Eric (8 Jahre alt)

Und einige Antworten dazu, was für einige Kinder das Tollste war, was ihnen je passiert ist:

„Einen schönen Tag haben, kein Streit haben.“ Daniele (10 Jahre alt)

„Dass ich meine Freundin kennen gelernt hab. Weil ich früher ja woanders gewohnt hab, da hab ich ja meine alten Freunde verlassen. Dann war ich auf einer ganz anderen Schule und hatte hier noch keine Freunde. Dann hab ich sie kennen gelernt und hatte endlich mal’ne richtige Freundin.“ Tamara (9 Jahre alt)

„Wo ich zum ersten Mal nach Italien kam. Ich habe mich so gefreut, es ist einfach schön.“ Mario (9 Jahre alt)

„Nichts. Es ist immer das Gleiche eigentlich: immer zur Schule gehen und dann nach Hause gehen. Im Kindergarten war das auch schon so.“ Miguel (9 Jahre alt)

Interessant auch die Antwort eines Jungen auf die Frage „Was stört dich am Kindsein?“

„Dass meine Eltern meine Vorgesetzten sind. Irgendwie finde ich das blöd.“ Mario (9 Jahre alt)

Interessante Ansicht,
finden Sie nicht auch?!

Wollen Sie ein weiteres Projekt kennen lernen, in dem es um die Ansichten von Kindern geht, so schauen Sie nach den Stimmen unserer Kinder.

Christa D. Schäfer