Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Freude

Wer lächelt, statt zu toben,
ist der Stärkere.
(Japanisches Sprichwort)

Dem Gefühl der Freude kann das Lachen zugeordnet werden. Wir alle lachen sehr individuell in Bezug auf Melodie, Frequenzverteilung und den Atemrhythmus des Lachens, sogar eineiige Zwillinge unterscheiden sich in ihrem Lachen. Das Lachen muss nicht erlernt werden, sondern ist ein angeborenes Verhaltensmuster, also ein Ausdrucksverhalten, über das wir von Geburt an verfügen. Wie das Weinen auch, so ist das Lachen als biologisches Erbgut in den Genen gespeichert. Meist ist ein Lachen fröhlich, doch die Ausdrucksbreite reicht vom vergnügten und ansteckenden Verhalten bis zum sarkastischen und hinterhältigen Lachen. Mitunter gibt es sogar Tränen vor Lachen und es gibt das Sprichwort „Lachen macht gesund“.

Das unbeschwerte Lachen ist ansteckend. Die moderne Neurophysiologie hat den Sitz des Lachens im Gehirn aufgespürt, in der frontalen Hirnrinde, im Großhirn am linken vorderen Stirnlappen nahe des Sprachzentrums. Wird diese Stelle durch einen kurzen Stromimpuls gereizt, so lachen wir geradeheraus los und je stärker die Stromstöße sind, um so lauter lachen wir. Und ist erst einmal kräftig gelacht worden, so werden auch sogleich Glückshormone ausgeschüttet, die für Hochgefühl sorgen, stimmungsaufhellend, luststeigernd und schmerzlindernd sind.

Das Lachen hat eine große soziale Bedeutung, denn im menschlichen Miteinander wird es als Ausdruck für Sympathie und gegenseitiges Einverständis gewertet. Dadurch entfaltet es eine besänftigende, konfliktbegrenzende Wirkung, die dem Zusammenleben in Gruppen förderlich ist.

Wer sich für das Lachen in der Erziehung interessiert, dem sei das Buch von Charmaine Liebertz mit dem Titel „Das Schatzbuch des Lachens“ empfohlen. Dieses Buch stellt Grundlagen, Methoden und Spiele für eine Erziehung mit Herz und Humor vor. Neben der Wissenschafts- und Kulturgeschichte des Lachens stellt Liebertz die Vielfalt des Lachens zwischen echtem, unechtem, gutem und bösem Lachen vor; sie gibt Informationen über das Lachen der Geschlechter und berichtet über den Homor, den Witz und den Optimismus als Verwandte des Lachens. Das für mich spannendste Kapitel des Buches berichtetet über die Entwicklung des kindlichen Lachens und ein weiteres stellt Spiele, Rätsel, Geschichten und Lachtipps für gemeinsame Lachmöglichkeiten vor.

Übrigens vermag man bereits aus 90 Metern Distanz erkennen, ob eine Person lacht. Keine andere emotionale Äußerung als das Lachen ist aus so großer Entfernung zu erkennen.

Nun hoffe ich, dass Sie über die Weihnachtsfeiertage ganz viele Möglichkeiten zum Lachen haben werden und die Freude der Feiertage ausgiebig genießen können.

Lachen und Lächeln sind Tore und Pforten,
durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
(Christian Morgenstern)

weihnachten
In diesem Sinne ein schönes Weihnachtsfest
und ruhige, freudige Tage
wünscht Christa Schäfer

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Leitfragen des BM Mediationskongresses 2010

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Streitschlichter-Stückchen

  1. Liebe Christa,

    das ist schön, den Artikel heute zu lesen. Danke dafür und lauthals lachende Tage wünsche ich dir.

    Herzlich Regine
    http://www.potseblog.de

  2. Berthild Lorenz

    Ich hab den Link zu einer wunderschönen Geschichte mitgebracht! Ich könnte diese immer wieder lesen …
    Viel Freude beim Lesen vor Ort und noch so manches Schmunzeln dabei wünsche ich und sende herzliche Grüße!

    http://gefuehlsmonster.de/?p=492
    Lehrerin und aufmüpfige SchülerInnen

    Berthild Lorenz

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