so heißt der Film, der am 27. Januar 2010 um 20:15 Uhr im ARD gezeigt wird. Er handelt von dem Antiquar Peter Jordan aus Berlin Neukölln, gespielt von Götz George. Der Antiquar würde gerne in Ruhe seinen Geschäften nachgehen, sieht sich aber plötzlich vor die Alternative gestellt, entweder wegzusehen oder einzugreifen. Er stellt sich schließlich der Gewalt einer Jugendgang entgegen und zeigt damit Zivilcourage.

In einem Interview zum Thema Zivilcourage mit Götz George aus dem Berliner Tagesspiegel heißt es:

„Herr George, sicher können Sie das Wort „Zivilcourage“ langsam nicht mehr hören.“

“Im Gegenteil. Es wurde viel zu lange viel zu wenig benutzt. Die meisten Menschen wollen davon nichts wissen – Menschen, die spontan und direkt Hilfe leisten, sind die große Ausnahme.“

„Es gäbe zu wenig Zivilcourage in Deutschland, haben Sie kürzlich gesagt. Ist das nicht eine etwas düstere Sicht?“

„Es geht nicht allein darum, einer alten Frau über die Straße zu helfen oder dazwischen zugehen, wenn Jugendliche sich prügeln. Zivilcourage bedeutet auch, und vor allem darum, zu widerstehen. …Zivilcourage heißt, sich der Konsequenzen bewusst zu sein und sie in Kauf zu nehmen. Jeder Mensch muss für sich entscheiden, ob er diesen Kampf aufnehmen will oder nicht. Es geht um Moral und um Ethik. Das ist ja nicht irgendetwas.“

„Lässt sich Zivilcourage lernen?“

„Man kann sie sich antrainieren. Und vergessen Sie eines nicht: Zivilcourage befriedigt. Wenn man sich selbst überwunden hat, dann bekommt man als Belohnung ein ganz anderes Selbstwertgefühl.“

Hoffen wir auf Zivilcourage von vielen Personen an der richtigen Stelle im Jahr 2010. Christa D. Schäfer