In der Familie miteinander sprechen?
Das kann und macht doch wirklich jede(r)!

Ob allerdings die Gespräche in guter Atmosphäre stattfinden und Eltern und Kinder, oder Großeltern, Stiefmütter, Stiefväter, Halbgeschwister und andere Familienmitglieder dann zufrieden aus den Gespräche rausgehen, das ist eine andere Sache.

Und damit dies öfters passiert, bietet das MediationsZentrum Berlin unter der Leitung von Christa D. Schäfer und Jutta Richter jetzt erneut einen Kurs an zum Thema “Familiengespräche gut führen“. Der Kurs wird durch die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert und ist für die Teilnehmer kostenfrei.

In dem Kurs wird verstärkt Wert auf den Prozess des Problem- bzw. Konfliktlösens in der Familie gelegt. Neben dem Aktiven Zuhören und den Ich-Botschaften werden die Förderung der emotionalen Intelligenz sowie Methoden zur Regelsetzung betrachtet, um zu einem guten Familiengespräch zu kommen.

Haben Sie viele Probleme und Konflikte in der Familie?
Knallt es öfters bei Ihnen im Familienkontext?
Oder interessiert Sie, wie gute Familiengespräche laufen können?

Falls Sie all dies interessiert, und Sie zusätzlich in Berlin wohnen und ein Mal monatlich einen langen Vormittag investieren können, so melden Sie sich bei uns an (tel 23 00 32 39). Am 18. Mai geht’s los, es sind noch einige wenige Plätze frei!

Falls Sie nicht in Berlin wohnen und sich dennoch für dieses Konzept interessieren, so schauen Sie in das Buch zum Thema “Kommunikations- und Konfliktmanagement für Eltern“ oder mein neuestes Buch zum Thema “Kommunikation in der Familie: Vom Schimpfen und Schreien zum Runden Tisch“.

Übrigens kommt eine Unzufriedenheit in der Familienkommunikation mitunter auch daher, dass die berühmten „Kommunikationsblocker“ in der Kommunikation genutzt werden. Diese Blocker gibt es natürlich nicht nur im Familienumfeld, aber da sind sie meiner Meinung nach besonders häufig vertreten …

Gerne weise ich an dieser Stelle auch darauf hin, dass Sie mich für Vorträge bzw. Kurzworkshops oder Weiterbildungen für Erzieher bzw. Eltern im Kita- und Schulbereich anfragen können.

Die Theorie der Kommunikationsblocker stammen von Thomas Gordon, der auch Kommunikationssperren oder „Die typischen Zwölf“ oder „Das dreckige Dutzend“ dazu sagt. Gordon versteht darunter folgende Verhaltensweisen von Eltern ihren Kindern gegenüber:

  1. Befehl, Anweisung, Forderung
  2. Warnung, Drohung
  3. Moralisieren, Predigen
  4. Rat geben, Lösungen anbieten
  5. Unterweisen, Belehren, Fakten anbieten
  6. Beurteilen, Beschuldigen, Kritisieren
  7. Schmeicheln, Loben
  8. Beschimpfen, lächerlich machen
  9. Interpretieren, analysieren
  10. Besänftigen, mitfühlen
  11. in Frage stellen, verhören
  12. Rückzug, ablenken, Themenwechsel

Natürlich sind diese Verhaltensweisen nicht ganz und gar „schlecht“, und sie können auch durchaus in der ein oder anderen Situation gut angebracht sein. Wenn jemand jedoch ein Problem oder einen Konflikt hat, so sind diese Umgangsformen äußerst unangebracht …

Manche dieser 12 Kommunikationsblocker sind auch unter Erwachsenen sehr beliebt. Wenn Sie mögen, so nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit, gehen Sie die 12 Punkte durch und formulieren Sie für jede dieser Verhaltensweisen einen typischen Satz. Schauen Sie, ob Sie eine dieser Verhaltensweisen gerne nutzen. Vielleicht gibt es auch eine Verhaltensweise, die Sie nur einer bestimmten Person gegenüber gerne nutzen? Und vielleicht haben Sie in der letzten Zeit festgestellt, dass Ihre Kommunikation mit einer bestimmten Person oft stockt – dann schauen Sie bitte besonders gut hin, ob ein Kommunikationsblocker mit im Spiel ist.

Und übrigens: Es gibt Kommunikationsexperten, die sagen, auch Ratschläge sind Schläge! Denken Sie daran: Wer das Problem hat, der hat auch die Lösung. Es gilt sie nur zu finden …

Christa D. Schäfer