Im Rahmen der Tagesspiegel-Beilage zum Richtfest des Terminals am Airport Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BBI, dem Hauptstadtflughafen“) wurde der Ombudsmann des Flughafens BBI („Der Mann von Zimmer 215“) vorgestellt.

Wolfgang Diedrich ist seit Januar 2010 Ombudsmann für den Dahme-Spreewald-Kreis. In seinem Büro im Rathaus Schönefeld bearbeitet er zwei Mal wöchentlich Anfragen aus dem Dahme-Spreewald-Kreis, aus Teltow-Fläming und dem südlichen Berlin. Mehr als 100 Beschwerden hat er seit Arbeitsbeginn in Schönefeld aufgenommen, viele der Anfragen betreffen den Schallschutz und die Lärmbelastung im Umfeld des Schönefelder Flughafens. Diedrichs Arbeit ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Mit seiner Tätigkeit als Flughafen-Ombudsmann hat W. Diedrich bereits Erfahrung, denn er war schon in Düsseldorf für den dortigen Oberbürgermeister, den Flughafen und die betroffenen Anwohner der Ombudsmann für Auseinandersetzungen rund um den Flughafen. Derzeit ist er der einzige Ombudsmann für Flughafenangelegenheiten in Deutschland.

„Ein Ombudsmann erfüllt die Aufgabe eines unparteiischen Schiedsmannes.“ – so der Hinweis in der Internetenzyklopädie wikipedia.

Und auch in dem von mir mit herausgegebenen Buch zum Thema „Mediation im Gemeinwesen“ findet man einen Artikel zum Thema „Ombudsfrau, -mann, -rat und -stelle“, in dem es heißt:

„Ombudsfrauen und Ombudsmänner sind meist gut frequentierte Anlaufstellen für Beschwerden und Probleme in Institutionen und Dienstleistungsunternehmen. Wir begegnen Ombudsleuten aber auch in nationalen und internationalen Organisationen sowie auf politischer Ebene. Sie operieren ähnlich wie Schiedsstellen und Schlichter, ihre Dienst sind für die Rat und Vermittlung suchenden Personen kostenfrei.“

Die Ausgestaltung eines Ombudsamtes ist deutschlandweit nicht einheitlich geregelt. Erfahrene und kompetente Personen werden zum Ombudsamt berufen und gehen mit gewisser Unabhängigkeit und Autorität den eingehenden Beschwerden nach. Im Falle berechtiger Beschwerde versuchen Sie Abhilfe zu schaffen. In der Regel verpflichten sich die Einrichtungen, die die Ombudsstelle bestellt haben, den Schiedsspruch der Ombudsstelle anzunehmen.

Wußten Sie, dass es in Berlin einen Ombudsmann als „Sprachrohr für den Berliner Mittelstand“ gibt, dass das Wohnungsunternehmen GSW eine Ombudsfrau und die Ärztekammer Brandenburg eine Ombudsstelle eingesetzt hat, in Hamburg die Behörde für Bildung und Sport eine Ombudsfrau für SchülerInnenvertretung stellt und es sogar einen Internet Ombudsmann gibt?

Christa D. Schäfer