Sommer 2009

Der größte Polizeieinsatz 2009 in einem Berliner Sommerbad fand am Columbiadamm statt, 50 Störer arabischer und türkischer Herkunft wurden dort von Polizisten vom Gelände geführt.

Juni 2010

Der erste größere Konflikt des Jahres 2010 findet im Sommerbad Pankow statt, im Bad an der Wolfshagener Straße. Ein 13jähriges Mädchen wird dort von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen.

10. Juli 2010

In Berlin Neukölln musste ein Sommerbad geräumt werden, weil sich zwei „konkurrierende Familienclans mit Migrationshintergrund“ dort im Freibad eine Schlägerei geliefert haben. Gegen 17 Uhr gingen zunächst einige Jugendliche aufeinander los. Ein Wachmann wollte schlichten und geriet zwischen dazwischen, er wurde verletzt. Daraufhin ließen die Berliner Bäderbetriebe das Bad vorsorglich räumen, weil eine Eskalation der Situation drohte, ca. 7.000 Besucher müssen das Bad verlassen. Als die Polizei kam, waren die meisten Menschen schon gegangen, wahrscheinlich auch die Jugendlichen, die die Schlägerei begonnen hatten, denn die waren nun nicht mehr auszumachen. Deshalb gab es auch keine größeren Verletzungen.

In der Folge dieses Vorfalls diskutiert Berlin heftig. Die Junge Union fordert eine Schließung des Neuköllner Sommerbads für eine Woche, damit ein „Lerneffekt“ eintreten kann. Die Neuköllner Partei Die Grünen fordert hingegen längere Öffnungszeiten, damit sich die Jugendlichen und deren Gemüter mehr abkühlen könnten. Das Sicherheitspersonal im Schwimmbad wurde jedenfalls erhöht. „Wir wollen nichts schönreden“, sagt M. Oloew (Sprecher der Berliner Bäderbetriebe), „bei der Hitze kommt es in vollen Bädern tatsächlich zu Aggressionen. Aber man soll auch nicht so tun, als befänden sich unsere Gäste mitten in Schützengräben.“

Die Aggressivität in Berliner Freibädern ist hoch: Pöbeleien, Drängeln, Provozieren, das ist keine Seltenheit. Oft, oder soll ich sagen meist, sind es Jugendliche arabischer oder türkischer Herkunft, die in den Streit verwickelt sind.

16. Juli 2010

Dieses Mal findet die Eskalation im Prinzenbad statt: Es gibt eine Schlägerei auf einer Liegewiese des Sommerbades Kreuzberg, das Wachpersonal versucht die Kontrahenten auseinander zu halten, ein vierjähriges Mädchen gerät zwischen die Fronten und erhält einen Schlag in den Bauch, die Sicherheitsbeamten sind im Anmarsch, die Kontrahenten fliehen, erneut muss ein Berliner Sommerbad gegen 19 Uhr geräumt werden, ca. 5.000 Besucher verlassen das Bad, die Tatbeteiligten sind weg.

Derzeit haben übrigens ca. 300 Berliner Hausverbot bei den Berliner Bäderbetrieben.

Interesse am Bericht eines Berliner Bademeisters, der sich vorzüglich mit Konflikten und „klaren Ansagen“ auskennt?

Mein Rat, auch wenn das Wetter derzeit wirklich drückend ist in Berlin … Erstens: Keep cool in der jeweiligen Situation und zweitens: Mehr Möglichkeiten für Schüler in Berliner Schulen auch alternative Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung zu lernen.

Christa D. Schäfer