Seit Frühjahr gibt es, wie hier im Blog berichtet, eine Mediation zur Berliner Admiralbrücke. Zahlreiche Menschen treffen sich hier insbesondere bei gutem Wetter auf der Brücke, um zu feiern. Es sind Berliner, die dort feiern, und es sind Berlinbesucher, die in ihrem Reiseführer von der Brücke gelesen haben. Die Anwohner finden das gar nicht lustig.

Im August musste wegen einer Eskalation erneut eine Hundertschaft der Polizei im Konflikt eingreifen.

Wie der Berliner Tagesspiegel jetzt berichtete, hat der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit kürzlich die Admiralbrücke besucht:

„Eigentlich wollte Klaus Wowereit auf der Admiralbrücke nur einen kleinen Scherz machen. Man solle doch die Verlage anschreiben und sie bitten, die Admiralbrücke in ihren Reiseführern nicht mehr als Geheimtipp und ultimativen Partyort zu bewerben, schlug der Regierende Bürgermeister (SPD) bei seinem Kiezbesuch in Friedrichshain-Kreuzberg augenzwinkernd vor. Alle lachten. Keiner der Anwesenden sah darin offenbar ernsthaft eine Möglichkeit, den seit drei Sommern bestehenden Konflikt zwischen genervten Anwohnern und feierfreudigen Brückengästen im Graefekiez zu lösen. Doch seitdem ist die Idee in der Welt – und tatsächlich wurden inzwischen Briefe ähnlichen Inhalts an Reiseführerverlage verschickt.“

Jetzt im September ist das Berliner Wetter wieder etwas kühler geworden und ich bin gespannt, wie die Mediation weiter geht. Christa D. Schäfer