„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Lukasevangelium, Kapitel 2, Vers 14

Ist Frieden Harmonie, die erreicht wird durch die Abwesenheit von Konflikten?

Johan Galtung nennt die reine Abwesenheit von Gewalt einen negativen Frieden. Ein positiver Frieden zeichnet sich nach Galtung durch die zusätzliche Abwesenheit von struktureller Gewalt aus. Johan Galtung ist norwegischer Mathematiker und Politologe, der die Friedens- und Konfliktforschung mit begründet hat. Er hat den 4. Berliner Mediationstag dieses Jahr gestaltet.

„Frieden bedeutet menschliche Sicherheit: ein menschenwürdiges Leben für alle, ohne Hunger und Not und mit Toleranz gegenüber dem anderen.“ Peter Croll, Direktor des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC), eines der großen deutschen Friedensforschungsinstitute.

Eine allgemeingültige Definition von Frieden gibt es nicht und kann es nicht geben.

Der internationale UNESCO Bildungsserver D@dalos stellt Informations- und Unterrichtsmaterialien aus dem Bereich der politischen Bildung und Friedenserziehung zur Verfügung. Er definiert positiven Frieden als einen „zielgerichteten Prozess, in dem es darauf ankommt, dass Menschen mit ihrem Engagement versuchen, Konflikte mit gewaltfreien Mitteln auszutragen, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Demokratie zunehmend zu verwirklichen.“

Für Barack Obama, den Friedensnobelpreisträger von 2009, beinhaltet ein gerechter Frieden bürgerliche und politische Rechte sowie wirtschaftliche Sicherheit und Chancen.

Der Tagesspiegel beschäftigt sich in seiner Ausgabe vom Heilig Abend 2010 in dem Artikel „Nach innen und außen“ intensiv mit dem Thema Frieden. Hier kann man u.a. nachlesen, wie sich Frieden messen lässt, wo es Frieden gibt, wie friedlich Deutschland ist, ob es Frieden nur in Demokratien gibt, was den Frieden gefährdet, was man für Frieden braucht …

Ihnen wünsche ich ein friedliches Weihnachtsfest
und ruhige Tage „zwischen den Jahren“ …

Christa D. Schäfer