oder man könnte auch sagen:
Wenn zwei sich streiten, mediiert die Dritte …

Das Thema „Aphorismen und Sprüche in der Mediation“ ist ein Thema, das bisher keine große Rolle im Mediationsgeschehen spielt. Lediglich Ed Watzke verweist in seinem Buch „Wahrscheinlich hat diese Geschichte gar nichts mit ihnen zu tun …“ auf den interessanten Umgang mit diesen Methoden in der Mediation.

Das Thema Fragen in der Mediation war schon öfters Thema in diesem Blog, das Thema Aphorismen weniger. Dabei können Aphorismen wertvolle Denkanstöße geben und gezielt zum Weiterkommen in einem Prozess verwendet werden. Sie müssen stets so prägnant formuliert sein, dass sie im Gedächtnis bleiben und eine „Langzeitwirkung“ entfalten können.

Jetzt habe ich “Das Aha!-Handbuch“ entdeckt, das der Psychotherapeut Bernhard Trenkle für Therapie, Beratung und die Hängematte geschrieben hat. Viele der dort zusammengetragenen Aphorismen können in Mediationssitzungen als Gedankenanstoß dienen, aber auch einfach zur Entspannung und zum Reflektieren nach einem anstrengenden Mediationsalltag genutzt werden.

„Du kannst nicht in die Zukunft gehen und dabei mit dem Kopf nach hinten schauen.“ (Jeffrey Zeig)

„Bitter ist es, das heute tun zu müssen, was man gestern noch wollen konnte.“ (Karl Gutzkow)

„Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.“ (Iris Blaschzok)

„Wo wir heute stehen, wüssten wir, wenn wir gestern erkannt hätten, wo wir morgen fallen werden.“ (Hans Kudszus)

„Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.“ (John Knittel)

„Die Vergangenheit kann uns nicht sagen, was wir tun, wohl aber, was wir lassen müssen.“ (José Ortega y Gasset)

„Kein Mensch ist reich genug, sich die eigene Vergangenheit zurück zu kaufen.“ (Oscar Wilde)

„Heute ist immer der Tag, an dem die Zukunft beginnt.“ (Hans Kudszus)

Viel Spaß beim Nachdenken
wünscht Christa D. Schäfer