ein Problem für den Lehrer oder den Referendar. Durch mich kommen manche Lehrer ungern in die Klasse. Ich schaffe es, sie zur Weißglut zu bringen und ich kann sie im schlimmsten Fall sogar von der Schule vertreiben. In den Medien wird viel über mich berichtet. Oft bin ich kaum sichtbar und manchmal ist Unterrichten wegen mir kaum möglich.
Wer bin ich?
Ich bin die Unterrichtsstörung!“

Das ist der Anfang einer Arbeit von Muriel Most, einer angehenden Kunstpädagogin, die sich mit den Möglichkeiten der Lehrer-Schüler-Konferenz von Thomas Gordon zur Bewältigung von Unterrichtsstörungen beschäftigt hat.

Die Lehrer-Schüler-Konferenz von Thomas Gordon,
was ist denn das?
wer kennt die denn heute noch?
ist die heute überhaupt noch aktuell?
was kann man damit in der Schule anfangen?
wie kann man das Gordon-Lehrertraining heute in Schule nutzen?

Das sind nur einige der Fragen, die sich Muriel Most gestellt und beantwortet hat.

Thomas Gordon (1918-2002), ein Psychologe aus Chicago, hat bereits 1977 sein Buch „Die Lehrer-Schüler-Konferenz“ in der ersten deutschen Ausgabe vorgelegt. Basierend auf wissenschaftlichen Grundlagen und der humanistischen Psychologie Carl Rogers beschäftigt sich dieses Buch mit der großen Bedeutung der Kommunikation und der gewaltfreien Konfliktlösung für Lehrer-Schüler-Beziehungen. Die Begrifflichkeiten: Sprache der Annahme, aktives Zuhören, Ich-Botschaften und die Konfliktlösung mit der Methode III sind heute im Bereich der Kommunikationstheorie nicht mehr wegzudenken.

In der Arbeit von M. Most wird zunächst das Konzept von Thomas Gordon vorgestellt, indem seine Zielsetzung und seine Methoden geschildert werden. Im nächsten Schritt wird das Konzept bewertet und vor allem daraufhin untersucht, inwieweit es dazu beitragen kann, Unterrichtsstörungen im zeitgemäßen Unterricht zu minimieren, zu lösen oder im Idealfall gar nicht erst auftreten zu lassen. Anschließend werden Überlegungen dazu angestellt, wie der Lehrer bzw. die Lehrerin Schülern das Konzept von Gordon ganz oder teilweise nahe bringen kann. Hierzu hat Muriel Most Signalkarten und weiteres Anschauungsmaterial erarbeitet, das LehrerInnen und SchülerInnen helfen soll, das Konzept von Gordon zu verstehen. Mit diesem Material können insbesondere die an Schule beteiligten Akteure die Problem- und Konfliktbewältigungsmethode Thomas Gordons kennen lernen. Sie haben mit diesen Signalkarten die genauen Schritte bildlich vor Augen, die nach Gordon benötigt werden, um einen Konflikt erfolgreich zu lösen.

Gerne können sie hier die gesamte Arbeit zum Thema „Das Gordon-Lehrertraining heute – Vorschläge für den Einsatz im zeitgemäßen Unterricht“ lesen oder herunterladen (bitte dazu auf die rote Schrift klicken). Und natürlich möchte ich Ihnen auch die wunderbaren Signalkarten zum aktiven Zuhören sowie zu den sechs Stufen der Konfliktlösung nach Gordon nicht vorenthalten:

Aktives Zuhören und Ich-Botschaften betonen Ohr und Sprache als Voraussetzung einer gewaltfreien Konfliktlösung.

Gordon: Aktives Zuhören

Die Signalkarten 1 bis 6 verdeutlichen die sechs Stufen der niederlagelosen Methode der Konfliktlösung nach Thomas Gordon.

Gordon Gordon ...
Gordon ... Gordon

 

Besten Dank an Muriel Most für die Genehmigung zum Abdruck des Materials
sagt Christa D. Schäfer