Ja, gemischte Gefühle kann man schon haben am Anfang eines neuen Jahres … Man wünscht sich so Einiges, das im neuen Jahr in Erfüllung gehen soll. Man hat aber auch Befürchtungen, was da so alles auf einen zukommen könnte im frisch gebackenen Jahr. Gemischte Gefühle hat man jedoch nicht nur Anfang des Jahres, sondern sie sind ein Begleiter durch das ganze Jahr. Und mir werden dieses Jahr die Befos mit ihren gemischten Gefühlen Begleiter sein.

Befos?

Die Befos, die sind gleichzeitig fremd und vertraut, schräg, manchmal schüchtern und verlegen oder motzig und frech. Sie sind tiefgründig und albern und oft wundern sie sich, wie alles so ist. Das sagt jedenfalls die „Mutter der Befos“ Bettina Follenius zu den von ihr kreierten Gefühlskerlen.

Die Befos zeigen Gefühle, gemischte Gefühle. Es gibt 42 postkartengroße Gefühlskarten, die wunderbar in vielen Bereichen einsetzbar werden können, in Schule, Jugendarbeit, Mediation, Supervision, Seminaren, Trainings, Teambesprechungen, Beratungen, Coachings und vielem mehr.

Was sagen die Befos wohl, wenn ich Ihnen mitteilen, dass das neue Jahr gestartet hat?


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist bekannt, dass der Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen Voraussetzung ist für den Aufbau von positiven und zufriedenstellenden Beziehungen, deshalb ist auch der adäquate Umgang mit Emotionen ein wichtiger Baustein im Sozialen Lernen. In der Schule kann beispielsweise über die Gefühle der Befos gesprochen werden, die Karten können Anlass für Geschichten sein oder als Signalkarten im Sozialen Lernen genutzt werden.

Auch in Mediations-, Supervisions- oder Coachingsitzungen ist der Umgang mit Gefühlen ein ganz wichtiger. Da bringt manchmal eine Befo-Karte die Situation klar und deutlich auf den Punkt. In Seminaren können sie gut in Eingangs- oder Abschlussrunden eingesetzt werden.

Ich freue mich sehr, dass Frau Follenius, die Erfinderin der Befos, mir einige Fragen zu den Befos beantwortet hat:

Frau Follenius, wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Befos zu erfinden?

In meinen Bildern habe ich schon länger an dem Spiel zwischen Gesichts/Gefühlsausdruck und Text gearbeitet. Mich interessiert dabei immer das nicht eindeutige, vielleicht auch überraschende, das die Betrachter zu eigenen Interpretationen einlädt. Gemischte Gefühle eben. Die Idee ein Kartendeck zu gestalten kam mir im Gespräch mit Kunden auf dem Kunstmarkt, die meine Bilder in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verwenden wollten. Und wie wesentlich es ist, Gefühle wahrzunehmen und damit umzugehen ist mir aus meiner langjährigen Arbeit als Lehrerin, Therapeutin und Coach sehr vertraut. Dabei hilft ein Medium wie die Karten sich dem Thema Gefühle zu nähern, am besten mit einem Augenzwinkern.

Wie alt sind die Befos schon?

Nach 6 Monaten Entwicklungszeit haben sie in dieser Form im September 2011 das Licht der Welt erblickt.

Was ist ihr Lieblingserlebnis mit den Befos?

Am Verkaufstand während der Tagung „Selbstwert und Persönlichkeit“ im November in Göttingen. Eine Gruppe von vier jungen Frauen, eine zieht eine verdeckte Karte und liest laut vor: „Igitt“, eine andere zieht eine andere Karte und antwortet: „Auch das noch“, und so geht es weiter mit witzigen und zum Teil absurden Dialogen. Einer fällt ein: “das wäre etwas für…“, „genau, das ist doch wie…“, einer anderen: „das würde ich Frau… gerne mal sagen“. Spontanes Theater, die Umstehenden amüsieren sich. Später erzählen mir die jungen Frauen, dass sie in der Ausbildung zur Erzieherin sind und sich die Karten z.B. für Reflexionsrunden wünschen, die Teil ihrer Ausbildung sind. Das war spontan und besonders lebendig. Aber ich habe schon so viele, ganz unterschiedliche schöne, witzige und anrührende Situationen mit den „Gemischten Gefühlen“ erlebt, dass ich darüber ein ganzes Buch schreiben könnte.

Liebe Frau Follenius,
besten Dank für das Gespräch.

Grob gesehen gibt es vier Grundgefühle: Freude, Wut, Trauer und Angst. Der PS-Psychologe Paul Ekman definiert Wut, Ekel, Angst, Freude, Traurigkeit und Überraschung als Basisemotionen und hat durch seine Forschungen Anfang der 1970er Jahre auf Papua-Neuguinea nachgewiesen, dass die dortigen Ureinwohner diese Emotionen mit ähnlicher Mimik ausdrücken wie Europäer oder Amerikaner. Andere Wissenschaftler zählen neben den bereits genannten auch die Neugier zu den Basisemotionen.

Den Gemischen Gefühlen hat die Süddeutsche Zeitung 2011 eine Serie gewidmet. Da geht es um Gemischte Gefühle als Triebkräfte unseres Lebens, um Gefühle wie Verachtung, Verwirrung, Eifersucht, Schadenfreude, Ekel, Nostalgie, Einsamkeit, Rache, Geborgenheit, Vertrauen und noch viel mehr …

Ich empfinde Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Empfindungen als ein spannendes Feld. Allen, die gut mit ihren gemischten Gefühlen ins neue Jahr starten möchten, empfehle ich die Befos, zu bestellen unter … (einfach auf den roten Text klicken)

Christa D. Schäfer

Haben Sie schon einmal Gefühle aus Sand gesehen?