Eigentlich müssten wir umgeben sein von perfekten Kindern, hoch gebildet, sozial kompetent. Denn die dreisprachigen Kindergärten schießen aus dem Boden, Eltern investieren mehr als jemals zuvor in die Bildung ihrer Kinder, sie werden verschickt und gefördert, was das Zeug hält.

Irgendwann machen viele Kinder einfach zu, sie sind überfordert, alles wird ihnen zu viel. Die Lösung ist allerdings, wie so oft, ganz einfach. Nicht die Menge ist wichtig, sondern dass das Lernen Spaß macht und nicht überfordert. Zum Beispiel kann auf nachhilfeportal.de ein klares Zeitfenster vorgegeben werden. So kann ein Kind lernen, dass man nach einer konzentrierten Stunde Mathenachhilfe dank Nachhilfeportal Fußball spielen gehen darf und die Nachhilfelehrerin oder der Lehrer kann selbst ausgesucht werden. So wird Mathe kein schreckliches Fach nur weil “der Lehrer doof ist”.

Auch Kinder müssen lernen, ihre Zeit selbst einzuteilen, sie lernen zwar spielend mit den neuesten Smartphones umzugehen, allerdings nicht sich selbst für die richtigen Dinge zu motivieren und die Zeit sinnvoll einzuteilen. So kann die Nachhilfe durch das Nachhilfeportal nicht nur die Noten verbessern, sondern auch die Zeiteinteilung schulen, eine Eigenschaft, die für den Rest des Lebens die Arbeitsqualität jedes Einzelnen verbessern wird.

Und auch wenn es kein 1,0 Abitur wird, ist das kein Weltuntergang. So befassen sich bereits alle großen Medien mit der Frage ob es nicht mehr reicht, einfach zu Sein, auch mal nicht Deutscher Meister zu werden oder nur ein kleines Tier in einem Konzern zu werden. Selbst die großen Blätter interessieren sich für das Thema: Ist es so schlimm, nicht in drei verschiedenen Ländern gelebt zu haben und fünf Sprachen zu sprechen?

Nein, ist es nicht. Wenn Kinder früh lernen, dass es für alles eine Zeit gibt, auch für das Entspannen und Nichts tun, dann werden diese Kinder gesunde Erwachsene und keine ausgebrannten Menschen, denen der Erfolg zum Verhängnis wird.

Antje Sachwitz

 

Und wenn es dann doch mal Streit in der Familie zum Thema Hausaufgaben gibt?

Dann ist es gut und nützlich, sich die Bücher von Thomas Gordon ins Gedächtnis zu rufen. In der Methode der Familienkonferenz von Th. Gordon lernen Eltern zunächst zu unterscheiden, wann sie ihren Kindern zuhören und wann sie besser zu ihnen sprechen. Sowohl Zuhören als auch Sprechen sind wichtige Kompetenzen, die es gilt in gelingenden Kommunikationswegen wohl dosiert und an der richtigen Stelle einzusetzen.

Gewöhnlich ist es so, dass Eltern, wenn sie mit einem Problem konfrontiert werden, in der Regel etwas sagen: Sie geben einen Befehl, warnen, halten eine Moralpredigt, geben einen Rat, halten einen Vortrag, äußern Kritik, schimpfen, diagnostizieren, predigen, trösten, fragen oder lenken ab. Gordon nennt diese typischen Elternantworten “Kommunikationssperren”, denn die Eltern bekommen nichts über das vorliegende Problem mit.

Kommunikationssperren verschließen Kinder (und natürlich auch Erwachsenen) den Mund, machen sie wütend, geben ihnen das Gefühl Schuld zu sein, geben ihnen das Gefühl nicht verstanden zu werden, verleihen ihnen das Gefühl ihre Eltern seien uninteressiert usw. (Gordon, Thomas: Familienkonferenz in der Praxis. München: Heyne Vlg. 1976, S. 42 ff)

Wichtig wäre an dieser Stelle das Zuhören, und zwar das „gute Zuhören“. Wichtig beim aktiven Zuhören ist, dass sich Eltern auf ihre Kinder einlassen können, dass sie Zeit haben, ihre eigene Meinung zunächst erst einmal zurück halten können, evtl. mitfühlen können und sich innerlich in die Situation ihres Kindes hinein versetzen können. Das ist sicherlich nicht zu viel verlangt. Natürlich sind auch nonverbale Signale wie eine zugewandte Körperhaltung, der Augenkontakt sowie die Mimik und Gestik Teil des aktiven Zuhörens. Wenn der Fernseher läuft oder das nächste Meeting ansteht oder das Handy immer wieder zwischendurch rappelt, wird gutes Zuhören schwierig.

Aktives Zuhören heißt für das Elternteil nicht, dass ich mit dem, was mein Kind sagt, einverstanden bin. Vielmehr muss ich mein Gegenüber, meinen Sohn oder meine Tochter als eine von mir getrennte „Einheit“ betrachten können, als Individuum mit eigenem Leben und eigener Identität (egal welches Alter das Kind auch hat). Ich muss die Gefühle meines Gegenübers bedingungslos akzeptieren und tiefes Vertrauen in die Fähigkeit meines Gegenübers haben, mit seinen Gefühlen umgehen und Lösungen für sein Problem finden zu können. Eingehen muss ich dabei das „Risiko“, dass meine Meinung als Elternteil, meine Einstellungen und Werte sich durch das, was ich höre, eventuell ändern, und dass die Lösung meines Gegenübers eventuell nicht „meine“ Lösung als Elternteil ist.

Nichts leichter als das?
Dann frage ich mich, warum Kommunikationsprozesse in Familien so oft misslingen.

Letzlich steht in solchen Kommunikationsprozessen auch eine bestimmte Haltung des kommunizierenden Elternteils dahinter. Und damit wären wir dann beim Thema Erziehung und Erziehungsstil gelandet …

Mehr zum Thema Kommunikation in der Familie gibt es in dem Buch Vom Schimpfen und Schreien zum Runden Tisch in der Familie.

Welche Vorgehensweise Thomas Gordon für die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern empfiehlt, finden Sie im Blogartikel zur
Lehrer-Schüler-Konferenz.

Und zum Thema Entspannung im Klassenraum gibt’s gleich mehrere Artikel hier im Blog, zum Beispiel zu den Geschichten mit der Fly.

Christa D. Schäfer