Maik und Tschick sind zwei 14jährige Jungs aus dem Norden Berlins. Tschick wohnt mit seinem Bruder in einer “Asisiedlung” dort oben. Mai wohnt in einer schicken Villa mit angrenzendem Privatswimmingpool, einer vietnamesischen Putzfrau und einem Gärtner, und natürlich seiner Mutter und seinem Vater. Während seine Mutter öfters mal in die Beauty Farm muss (man könnte auch Entzugsklinik dazu sagen), fährt sein Vater gerne mit seiner jungen Assistentin Mona auf Geschäftsreise.

Ja, und dann passiert es, kurz vor den Sommerferien kommt alles zusammen: Die Mutter vier Wochen in der Klinik, sein Vater auf Geschäftsreise – und Maik ist alleine. Da kommt es gerade richtig, dass Tschick vorbei kommt mit einem geklauten Lada. Und daraufhin werden die Sommerferien dann so richtig aufregend und spannend. Eine Reise steht an, die in die Walachei gehen soll, aber so weit schaffen es die beiden natürlich nicht.

Dieser von Wolfgang Herrndorf geschriebene Bestseller ist als Berlinerin bzw. Berliner besonders spannend zu lesen. Wenn man sich mal wieder in eine jugendliche Perspektive hineinbegeben möchte, so kommt diese Buch tschick gerade Recht. Und wenn man die Geschichte liest, so bekommt man doch tatsächlich auch wieder Sehnsucht nach den Sommerferien – aber die gibt es dieses Jahr wieder, dauert nur noch ein Weilchen.

Kennen Sie das Buch bereits?
Für wie realistisch halten Sie die Charaktere von Maik und Tschick?

Manchmal meint man Maik bzw. Tschick in einer seiner Klassen sitzen zu haben
oder sieht sie in der U-Bahn vor sich …

Ach ja, was das Buch mit dem Thema „Konflikte und Konfliktbearbeitung aus Berlin“ zu tun hat? Eine ganze Menge, denn Konflikte haben beide Jungs massenhaft, und leider haben sie nicht gelernt, wie man gut damit umgehen kann. Da denke ich natürlich gleich an notwendige Schulprojekte zum Thema … Oder ich denke daran, dass Maiks Eltern mal besser frühzeitig eine Paar- bzw. Familienmediation hätten nutzen sollen …

Christa D. Schäfer