Elfriede Schmittke ist Privatdetektivin. Sie hat sich erst vor kurzem von ihrem Mann getrennt und wohnt jetzt zusammen mit ihrem Sohn Oliver in der Niederhofheimer Straße in Hofheim, in der Nähe von Frankfurt. 15 Jahre ist Elfriede aus ihrem Beruf draußen, jetzt hat sie nach dieser Pause wieder ihren ersten Auftrag. Herr Köster, dessen Sohn Alexander mit einer Eisenstange erschlagen wurde, hat sie engagiert, um den Mörder zu finden.

Was hat der Mord mit diesem Blog zu tun,
so fragen Sie sich vielleicht …

Ganz einfach. Der oben beschriebene Plot entstammt einem Krimi von Veronika Aydin & Kerstin Klamroth und trägt den Titel “Schulsachen“. In dem Krimi geht es auch tatsächlich um das Schulmilieu, um Mobbing unter Schülern, um Erpressung, Gewalt in Familien, Erziehungsprobleme und dunkle Machenschaften. Wer diesen Blog öfters liest, der wird auch das Buch mögen. Der Krimi zeigt teils übertriebene, teils realistische Szene, versehen natürlich mit ungewöhnlichen Wendungen – so dass das Lesen spannend ist. Als Feierabendlektüre also wunderbar geeignet, trotz des schweren Themas.

Die Geschichte vom Prinz-von-Nassau-Gymnasium ist erfunden. Mobbing an Deutschen und Berliner Schulen sind leider aktuell, existent und heftig. Auch Cybermobbing nimmt immer mehr zu.

Das Bündnis gegen Cybermobbing hat kürzlich über 10.000 Schülern, Eltern und Lehrern aller Schulformen befragt. Seit dem 16.05.2013 liegen nun die Ergebnisse der drei Befragungen (Schüler, Eltern, Lehrer) zum Thema Cybermobbing vor.

Hier die wichtigsten Ergebnisse aus der Schülerstudie:

Soziale Netzwerke dienen Schülerinnen und Schülern immer häufiger der Kompensation von Sorgen und Nöten in der realen Welt.

Zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler verfügen über internetfähige Handys und Smartphones.

Nur 17 % der Eltern überprüfen, was ihre Kinder im Internet machen.

17 % der Schülerinnen und Schüler waren nach eigenem Bekunden bereits Opfer von Cybermobbing-Attacken

19% bekennen sich dazu, bereits Täter von Cybermobbing-Attacken gewesen zu sein.

Cybermobbing ist auch ein Mittel, um sich zu wehren: Mehr als ein Drittel der Täter war selbst schon einmal Opfer von Cybermobbing.

„Langeweile“ oder „Spaß“ sind häufige Motive der Cybermobber.

Soziale Netzwerke sind der zentrale Tatort für Cybermobbing. Als Medien werden immer häufiger Handys und Smartphones genutzt.

Beschimpfungen und Beleidigungen, gefolgt von Gerüchten und Verleumdungen sind die häufigsten Formen von Cybermobbing.

Ein Fünftel der Cybermobbingopfer fühlt sich dauerhaft belastet.

Nur jeder Fünfte meldet die Vorfälle den Betreibern der betroffenen Plattformen.

Freunde und Eltern werden als wichtigste und wünschenswerteste Hilfe bei Cybermobbing-Attacken genannt. 50% der Mobbingopfer wünscht sich mehr Unterstützung der Schulen in Form z.B. von Anti-Mobbing-Trainings, Unterstützungsteams, Schüler-Scouts und mehr Unterstützung durch die Lehrer.

Quelle: Bündnis gegen Cybermobbing
Ergebnisse zum Nach- und Weiterlesen

Präventions- und Interventionsprogramme gegen Cybermobbing und Mobbing sind im Schulbereich also unerlässlich. Hoffen wir, dass sich da in den nächsten Jahren viel bewegt …

Christa D. Schäfer