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Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Yoga für MediatorInnen

Schon wieder so ein Thema, bei dem man sich fragt, wo der Zusammenhang zur Mediation ist. Aber langsam, lassen Sie mich das erklären …

MediatorInnen haben keinen leichten Job. Manchmal werde ich gefragt, wie ich das aushalte ständig mit den Konflikten anderer Leute zu tun zu haben. Zugegeben, manche Mediationsfälle berühren mich innerlich sehr, andere sind eher unspektakulär, wieder andere sind lösungsorientiert, emotional, laut, leise, wie auch immer …

Als wichtig empfinde ich es, sich einerseits mental gut auf die Medianden vorbereiten zu können und andererseits nach getaner Mediation professionell abschalten zu können. Zu diesen Zielstellungen habe ich jetzt ein Buch gefunden, was perfekt zum Thema passt. Es ist kein Buch, dass Mediatoren direkt anspricht, es ist jedoch ein Buch, das Office Yoga ® für Körper, Geist und Seele vorstellt.

Das Buch stammt von Sébastien Martin, einem Banker, der sich in einer Lebenskrise dem Yoga zugewandt hat und dadurch Körper, Geist und Seele in Balance gebracht hat. Er hat dazu Übungen aus dem klassischen Hatha-Yoga auf die Situation vor dem Schreibtisch übertragen. Alle Übungen sind in normalen Büroklamotten zu managen, also auch vor oder nach einer Mediationssitzung.

Mediatorinnen und Mediatoren werden sicherlich durch manche Kapitel und Übungen des Buches besonders angesprochen, beispielsweise durch die Hinweise zum „richtigen Atmen“ und durch die Übungen für mehr Flexibilität und gesünderes Arbeiten. Coaches werden das Kapitel über die Glaubenssätze, die Entkräftung und Auflösung von Glaubenssätzen mögen. Und Trainer werden voraussichtlich das Kapitel zum Umgang mit Stress bzw. die Atemübungen als Erstes lesen wollen.

Damit auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser von dieser Buchvorstellung profitieren können, möchte ich Ihnen gerne eine Atemübung aus dem Buch vorstellen:

Nehmen Sie eine bequeme Position Ihrer Wahl ein und sorgen Sie dafür, dass Sie die nächsten 5 Minuten ungestört bleiben.

Schließen Sie die Augen. Beobachten Sie für einige Atemzüge lediglich Ihren Atem, ohne ihn zu bewerten oder verändern zu wollen. Entspannen Sie mit jeder Ausatmung nacheinander Ihre Gesichtsmuskeln, Ihren Unterkiefer und Ihre Schultern.

4-4-4-4-Technik:
Atmen Sie jetzt für vier Zähler ein (zählen Sie während der Atmung von 1 bis 4), halten Sie den Atem für vier Zähler an, atmen Sie für vier Zähler aus, halten Sie den Atem wieder für vier Zähler an. Beginnen Sie von vorne und machen sie die Übung dreimal.

4-4-6-4-Technik:
Danach atmen Sie für vier Zähler ein, halten für vier Zähler den Atem an und atmen für sechs Zähler vollständig aus (Lunge völlig leer) und halten wieder für vier Zähler. Wiederholen Sie auch diese Übung dreimal. Konzentrieren Sie sich auf eine gleichmäßige Atmung und auf die Zählung.
Quelle: Martin, Sébastien. Office Yoga.Freiburg: Kreuz Vlg. S. 91f

Und was machen Sie, um fit für eine bevorstehende Mediation zu sein?!

Was passiert eigentlich im Gehirn, wenn wir uns streiten?

Viele gelingende Mediationen wünscht Ihnen
Christa D. Schäfer

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1 Comment

  1. Frank G.

    Ich gehe gerne durch den Wald bewusst einatmen und ausatmen und diesen frischen Geschmack geniessen. Das hilft mir vorher und nachher.

    Lieben Gruss aus STU,
    Frank

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