Manchmal mache ich in diesem Blog einen kleinen Ausflug fernab meiner Themen Mediation und Pädagogik. Und eigentlich, ja eigentlich ist es kein Ausflug, denn Themen wie Gedanken zur Selbstachtung und das Geheimnis von Gelingenden Beziehungen hängen ja ganz dicht mit meinem Themenfeld zusammen.

Und so habe ich gestern Abend das Buch zum 5-Wochen Kurs „Starke Partner. Beziehung in Liebe und Achtsamkeit“ von Aljoscha Long aus dem systemed Verlag gelesen. Es stammt aus der Reihe „Mit Gefühl leben“ und beschäftigt sich zunächst mit der Selbstliebe, bevor es über Liebesbeziehungen zu anderen Personen spricht.

 

Mitgefühl und Selbstmitgefühl

  • „Mitgefühl ist die Fähigkeit, sich selbst und andere in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen.
  • Mitgefühl ist eine Form der Verbundenheit, die es ermöglicht, eigenes oder fremdes Leid und Schmerz zu empfinden und beinhaltet den Wunsch, sich oder den anderen von diesem Leiden zu befreien.
  • Selbstmitgefühl ist die Bereitschaft, sich ebenso um sich selbst zu kümmern, wie man es bei einem guten Freund oder einer guten Freundin täte.“ (Long, A.: 5-Wochen-Kurs Starke Partner. S. 10)

Aber Achtung: Mitgefühl ist nicht Mitleid, Selbstmitgefühl ist kein Egoismus und Mitgefühl ist keine rosa Brille. Wollen Sie wissen, worin Long die Grundlagen des Mitgefühls sieht? In Achtsamkeit, Offenheit, Selbstakzeptanz, Selbstfreundlichkeit, Verständnis und Verbundenheit.

Beziehungswärmer

Neben dem Zuhören (!!!), der Authentizität, dem Humor und der Gelassenheit ist das Mitgefühl einer der fünf „Beziehungswärmer“ und als solches ,it dafür verantwortlich, dass Beziehungen gelingen. Das Buch „Starke Partner“ stellt mit einem 5-Wochen-Programm voller Übungen ein Übungsprogramm auf, in dem die Beziehungswärmer trainiert werden, so dass die Beziehungskiller weniger werden und die Beziehung wieder dichter.

Zwei kleine Übungen zum Selbstmitgefühl

Du bist das Beste, was du hast
Sie können Ihren Partner verlieren, ihn verlassen oder verlassen werden. Doch sich selbst haben Sie immer bei sich. In diesem Zentrum, in Ihrer Mitte, sollten Sie sich wohlfühlen. Dann können Sie lieben, geliebt werden, sich in einer Beziehung oder sogar ohne Beziehung gut fühlen … Und Verbindungen zu anderen Menschen finden. Sie sind das Beste, was Sie haben. Pflegen Sie es! Und vergeuden Sie Ihre Zeit nicht mit Dingen, die Sie nur tun „müssen“. Sie müssen nämlich nicht (…) … Was müssen Sie tun, sein, darstellen? Und warum? Sie haben eine Antwort darauf gefunden? Weil … Gut. Aber fragen Sie weiter: Warum? Verfolgen Sie noch einmal die „Warum-Schlange“. So weit es geht. Sie lernen dabei immer mehr über Ihre wahren Bedürfnisse. (ebenda, S. 27)

Gefühlsexperiment Lächeln:
Versuchen Sie bewusst zu lächeln. Das ist einfach, aber nicht ganz so einfach, wie es klingt. Die Mundwinkel nach oben ziehen reicht nicht. Es sind vorallem auch die Augenringmuskeln beteiligt. Es sollte schon ein echtes Lächeln sein. Sie werden sofort merken, wenn Sie ein echtes Lächeln gefunden haben, denn das ist mit positiven Gefühlen verbunden. Es ist eine sehr interessante Erfahrung, dass Sie gute Gefühle tatsächlich erzeugen können. (ebenda, S. 58)

In diesem Sinne: Passen Sie auf sich auf.
sagt Christa Schäfer