mediatorenshop blau

 

Wie Sie als meine Leserinnen und Leser wissen, lese ich gerne und viel – vor allem Fachbücher im Bereich Pädagogik und Mediation. Gerne bestelle ich meine Fachliteratur beim mediatorenshop.com. Das brachte mich dazu, mit der Gründerin des Online- und Offline-Shops, Frau Stepanka Böhm aus Leipzig, ein Interview zu führen. Hier ist es.

Sehr geehrte Frau Böhm, wie kamen Sie auf die Idee, den Mediatorenshop zu gründen?

Die Idee kam meinem Mann und mir auf einer steirischen Alm, unserer zweiten Heimat. Denn genauso faszinierend wie die Bergwelt, ist auch die Mediation. Auch sie speist sich aus vielen „Quellen“ und lässt hinter jeder Kehre Neues entdecken und erkennen.
Dabei tragen viele Disziplinen zum Erfolg der Mediation bei – sie ist damit im besten Sinne interdisziplinär. Diese Vielfalt bildet sich auch im wachsenden Bereich der Fachliteratur ab. Dort findet sich viel Spannendes.
Als „Querschnittsthema“ ist das Angebot jedoch zunehmend schwer zu überblicken. Nicht immer führt das „Schlagwort“ Mediation zum Ziel. Viele verschiedene (Buch-)Warengruppen gilt es zu überblicken.
In diesen „Dschungel“ wollen wir Orientierung geben und ein gut sortiertes, buntes Angebot an Fachliteratur für Mediatorinnen und Mediatoren bereithalten. Und auch die lesenswerten Titelschätze heben, die sonst nicht den Weg in die vorderen Plätze schaffen. Zwischenzeitlich haben wir über zehntausend Titel im Programm. Und täglich werden es mehr.
Und: Wir wollen nicht nur einen „Buchshop“, sondern auch eine Diskussionsplattform über (Fach-) Literatur und Medien bieten, wie zum Beispiel mit unseren (Online-)Lesungen oder Partnerprogrammen.

Welche drei Bücher sind derzeit die Top-Three in Ihrer Verkaufsliste?

Eigentlich bräuchten wir ja zwei Listen, denn das Kaufverhalten „Offline“ zum Beispiel an unseren Büchertischen bei Kongressen und Tagungen und „Online“ unterscheidet sich doch merklich.
Ein absoluter Klassiker und auch nach vielen Jahren auf dem Markt immer noch unser Verkaufsschlager ist das Buch „Mediation – die Kunst der Vermittlung in Konflikten“ von Christoph Besemer.
Auf Platz zwei steht momentan „Der Flipchart-Coach“ von Axel Rachow und Johannes Sauer. Das liegt vielleicht an unserem derzeitigen Themenschwerpunkt „Visualisierung“. Wir beobachten aber generell ein großes Interesse an „Methodenbüchern“.
An unseren Büchertischen wiederum ist einer unserer Toptitel das Büchlein „Komm, ich erzähl Dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay. Herrlich inspirierend und zum Schmunzeln. Auch eine persönliche Empfehlung und ein Lieblingsbuch von mir.
Übrigens: Neben Fachliteratur finden sich auch einige „Werke“ aus unserem DVD-Sortiment ganz oben in den „Charts“. Hier belegen beispielsweise die Lehrfilme „Wirtschaftsmediation“ von Markus Troja, „Ich glaube, Sie wollen meinen Job“ von Hartmut Schäffer sowie „Familienmediation“ von Liz Ripke regelmäßig vordere Plätze.

Welche drei Bücher sollte Ihrer Meinung nach jede Mediatorin und jeder Mediator als Basisliteratur besitzen?

Letztendlich ist es natürlich persönliche Geschmacksache. Die Entscheidung fällt mir angesichts vieler guter Bücher auch wirklich schwer. Es ist kein Urteil über die nicht erwähnten Titel.
Aber das „Werkstattbuch Mediation“ von Hannelore Diez sollte aus meiner Sicht nicht fehlen. Nach wie vor bezeichne ich es auch nach all den Jahren als ein Standardwerk der „Mediationsmethodik“.
Basisliteratur schlechthin und ebenfalls eines der Standardwerke ist natürlich auch der „homo mediator“ von Joseph Duss-von Werdt. Ein wahrer Fundus und einmalige Inspiration zur Geschichte und Menschenbild der Mediation.
Quasi als „Klammer“ zwischen den beiden Büchern empfehle ich von Gary Friedman und Jack Himmelstein „Konflikte fordern uns heraus“.

Sehr geehrte Frau Böhm, besten Dank für dieses Interview
sagt Christa Schäfer