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Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Category: Emotionale Intelligenz (Page 1 of 16)

Burnout als sinnvolle Notbremse

Burnout ist ein riesiges Thema unserer Zeit – und sicher nicht nur unserer Zeit. Für viele Menschen gilt Burn-Out als Modeerkrankung, aber dieses Image wird der Problematik nicht gerecht. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet “ausbrennen”. Er bezeichnet lang anhaltende Erschöpfungszustände, die psychischer und körperlicher Natur sind.

Die persönlichen Kosten von Burnout sind verheerend: negative Konsequenzen im Sozialleben, eine Bandbreite an leichten bis chronischen Krankheiten, schwere Depressionen und im extremsten Fall Suizid. Aber auch der volkswirtschaftliche Schaden ist immens: so schätzt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, dass sich die Folgekosten von Burnout auf 20 Milliarden Euro jährlich innerhalb der EU belaufen.

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Eltern sind Leitwölfe

Kindererziehung – lieber mehr Freiheit und Selbstbestimmung für die Kinder? Oder mehr Ansagen der Eltern? Nun doch wieder etwas autoritärer – oder doch lieber antiautoritär? Oder doch etwas dazwischen? Aber wie kann das aussehen?

Wenn Sie verwirrt und überfordert sind, so sind Sie damit keineswegs allein – viele Eltern und Erziehungsberechtigte, Betreuungspersonen von Kindern sowie PägagogInnen sind ratlos bei der Fülle an sich widersprechenden Fachthesen, Erziehungstipps und Ratgeberbüchern. Eines, das aus dieser Literatur positiv hervorsticht, stelle ich Ihnen heute vor. Es heißt “Leitwölfe sein. Liebevolle Führung in der Familie”, erschien 2016 im Beltz Verlag und stammt von dem auch in Deutschland sehr bekannten Familientherapeuten und Autor Jesper Juul.

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Über große und kleine Monster

Monster können sehr wirklich für Kinder sein. Wie oft werden sie abends beim Schlafengehen unter dem Bett vermutet. Oder hinter dem Duschvorhang, im Schrank oder im Keller … Manchmal sind die Monster für Kinder aber andere als diejenigen, von denen Erwachsene es glauben: nicht aus den Träumen und nicht einfach die Manifestation einer entwicklungsbedingten Phase, die im Alter von 2 bis 3 Jahren häufig auftritt, weil Kinder Angst haben und noch nicht zwischen Phantasie und Realität unterscheiden können. Manchmal sind die Monster so viel näher, als wir denken.

Das zeigt eine finnische Kampagne aus dem Jahr 2012. In dem von zahlreichen Preisen ausgezeichneten Video sieht man mehrere Monster aus der Perspektive der Kinder. Da taucht der Tod auf, ein Zombie und ein riesiger Hasenkopf, der Anzug trägt. Es gibt auch einen unheimlichen Clown, einen beängstigenden Weihnachtsmann und eine Person, die eine weiße furchteinflößende Maske trägt. Die Kinder starren vor sich hin, wenden den Blick ab, zucken zusammen, schauen irritiert …
… auf ihre Eltern.

Am Ende erscheint der Schriftzug: “How do our children see us when we’ve been drinking?” (Wie sehen unsere Kinder uns, wenn wir betrunken sind?) Die Kampagne ist von Fragile Childhood, einer finnischen Organisation, welche den Alkoholmissbrauch von Eltern thematisiert und betroffene Kinder und ihre Familien unterstützt. Studien zufolge wird jedes vierte Kind in Finnland durch den Alkoholkonsum seiner Eltern körperlich und/oder psychisch geschädigt. In Deutschland ist es jedes sechste Kind, das sind 2,65 Millionen Kinder. Und in dieser Zahl sind nur die amtlich erfassten Abhängigen enthalten. Sie sind also keine Ausnahme oder Randgruppe.

Um keine Missverständnisse zu erwecken – es geht nicht darum, hin und wieder mal eine Flasche Bier oder ein Glas Wein oder Sekt zu trinken. Es sind Eltern gemeint, die ein Alkoholproblem haben – vor allem aber stehen die Perspektive der (mittlerweile teilweise erwachsenen) Kinder im Vordergrund:

  • “I can remember learning in school not to drink and drive and then have to get in the car with my drunk dad after every family function.” (Alias Ano) “Ich kann mich daran erinnern, in der Schule zu lernen, nicht betrunken Auto zu fahren und dann nach jeder Familienfeier mit meinem betrunkenen Vater ins Auto steigen zu müssen.”
  • “Only at adult age I came to realise why Santa smelled funny.” (Alias A) “Erst als Erwachsene kam ich zur Erkenntnis, weshalb der Weihnachtsmann so seltsam roch.”
  • “For me it took a long time to find out why I liked my mother more in the mornings instead of evenings” (Alias Moominmamma 51 yrs) “Ich brauchte lange um herauszufinden, weshalb ich meine Mutter morgens lieber mochte als Abends.”
  • “If your kid looks at you funny the next day and you forgot what you said to him, kick the booze und love the kid.” (Alias Amanda) “Wenn dich dein Kind am nächsten Tag seltsam anschaut und du vergessen hast, was du zu ihm sagtest, tritt den Schnaps zur Seite und liebe das Kind.”

Das Video und die erwähnten Bilder und Zitate finden Sie hier …
Mehr zu Fragile Childhood …
und mehr zu Kindern in alkoholbelasteten Elternhäusern in Deutschland …

Nicht selten brechen Kinder aus Alkoholikerfamilien den Kontakt mit ihren Eltern oder einem Elternteil als Erwachsene ab – hier mehr über verlassende Kinder …

Doch diese sehr ernste Thematik ist nicht alles, was ich heute mit Ihnen teilen möchte. Es gibt noch deutlich mehr zu Monstern und Perspektiven zu sagen. Gerne möchte ich deshalb das das Kinderbuch “Ich komm dich holen!” vorstellen. Es wurde von Tony Ross geschrieben, heißt im Original “I’m Coming to Get You!” und erschien 2015 im Carl Auer Verlag.

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Das Buch wurde bereits 1984 mit dem Deutschen Jugendbuchliteraturpreis ausgezeichnet, war allerdings etwa 25 Jahre lang nicht mehr im Handel erhältlich. Es ist für Kinder ab 3 Jahren geschrieben und eine wahre Perle unter den zahlreichen Kinderbüchern! Zwei Handlungsstränge laufen parallel aufeinander zu: die von einem furchterregenden Ungeheuer, das Angst und Schrecken auf anderen Planeten verbreitet, und die von Tommy auf der Erde, der große Angst vor Ungeheuern hat.

Während das Monster ein Bananenvolk verspeist und den Planeten frisst (bis auf den Kern und die Pole), bekommt Tommy eine Geschichte über ein Monster vorgelesen und fürchtet sich. Das Ungeheuer im fernen All erblickt Tommy auf seinem Radarschirm und macht sich auf den Weg zur Erde, um Tommy zu holen. “Ich komm dich holen!”, brüllte es. Tommy sucht währenddessen das gesamte Haus und alle Verstecke nach Ungeheuern ab.

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Am nächsten Morgen, als Tommy nicht mehr an Monster denkt, stürzt sich das Ungeheuer mit Gebrüll auf ihn … und muss feststellen, dass es Tommy nicht einmal bis zu den Schnürsenkeln reicht!

 

 

 

 

 

 

 

Besonders lohnend sind auch die Hinweise für Eltern, Vorlesende und Erziehende am Ende des Buches. In diesen stellt der Autor die Handlung vor einen entwicklungspsychologischen Hintergrund und erklärt, wie Kinder im Spiel sinnlich reflektieren können, was sie erleben, anstatt ausgeliefert zu sein.

“In welcher Geschichte oder welchen Geschichten (es sind ja meist viele, die zur Auswahl stehen und individuell gemischt werden können) und mit welchen Rollen sich jeder von uns sieht, hängt zu einem guten Teil von der Lebensgeschichte ab und davon, wie sie erzählt wird. Auch das gilt für Erwachsene wie Kinder.” (Ross: Ich komm dich holen!)

Dieses Buch bietet einen Gesprächseinstieg, um sich mit Kindern über ihre Ängste zu unterhalten – größere wie kleinere, mehr oder weniger reale. So können Kinder u.U. thematisieren, was sonst nicht sagbar ist. Es kann auch darüber gesprochen werden, was Erwachsene tun, wenn sie Angst haben. Und es bietet einen schönen Perspektivenwechsel an: Wer ist größer, die Angst oder ich? Wie groß lasse ich meine Angst sein? “Ich komm dich holen!” ist wunderschön und witzig illustriert, mit kräftigen Farben und einzigartiger Mimik der Charaktere. Der Humor ist bezaubernd und der Blickwechsel eine Freude und Überraschung!

Um noch einmal auf das Monstervideo vom Beginn zurückzukommen – Kinder, deren Eltern (oder ein Elternteil) ein Alkoholproblem haben, können nicht einfach die Perspektive wechseln, und schon ist alles gut. Aber auch für sie geht es um Ängste und Perspektiven, und Fragile Childhood arbeitet daran (wie auch deutsche Initiativen, z.B. Nacoa), dass Kinder aus suchtbelasteten Familien Widerstandkräfte entwickeln und in die Stärkung ihrer Sichtweisen gehen können.

Ich wünsche Ihnen, Ihrem inneren Kind und all den Kindern, die Monster sehen, dass die Ungeheuer kleiner werden.
Christa Schäfer

Selbstcoaching

Professionelles Coaching setzt auf die Entwicklung individueller Lösungskompetenzen beim Coachee. Der Coachee bestimmt das Ziel. Der oder die Coach verantwortet den Prozess, bei dem der Coachee neue Erkenntnisse gewinnt und Handlungsoptionen entwickelt. Der Coach unterstützt bei der Reflexion, bei Entscheidungen, der Suche von Handlungsoptionen und vielem mehr.

Selbstcoaching ist Coaching ohne Coach. Es unterstützt, das eigene Denken und Verhalten zu entwickeln und im Gefühlsbereich neue Wege zu beschreiten. Stefanie Demann beschreibt in ihrem Buch „Selbstcoaching“ dazu viele Tools. Der Prozess sollte mit einem Selbstcheck beginnen, und erst danach – so Demann – kann man sich ein Ziel setzen und an diesem Ziel arbeiten.

Der drei-Minuten Selbstcheck

Der Drei-Minuten-Selbstcheck schaut beispielsweise nach einer momentanen Situation. Für diese Übung setzen oder legen Sie sich an einen ruhigen Ort. Schließen Sie die Augen. Atmen Sie ruhig weiter. Was spüren Sie?

Ruhe? Nervosität? Frieden? Erschöpfung? Entspannung? Anspannung? Zufriedenheit? Rastlosigkeit? Glück? Trauer? …

Bitte bewerten Sie die aufkommenden Gefühle nicht. Es gibt mit dieser Übung kein richtig und kein falsch. Gerne können Sie die Übung von Zeit zu Zeit wiederholen, um damit ein besseres Gespür für sich selbst zu bekommen. Als Selbstcoachingtool dient die Übung dazu, mit Ruhe in den Prozess des Selbstcoachings starten zu können.

Edition Forsbach – Coaching & Mee(h)r

Zum Thema Selbstcoaching hielt ich kürzlich ein weiteres interessantes Buch in den Händen, es stammt aus der Edition Forsbach – Coaching & Mee(h)r. Dr. Beate Forsbach ist eine gute Bekannte und Kollegin von mir. Sie hat vor vielen Jahren ihre Dissertation über Musik in der Schule geschrieben. In der Zwischenzeit kann sie auf 14 eigene Bücher zurückblicken. Das hat sie auf die Idee gebracht ihren eigenen Verlag zu gründen und als Verlegerin tätig zu werden.

Coaching in Minutenschnelle

Das Buch, das ich aus ihrer Edition in den Händen hielt, ist das Buch „Coaching in Minutenschnelle. Wie Sie Ihre Lösung selber finden“ von Stéphane Etrillard. Dieses Buch will zur Selbstreflexion anregen und gibt Coaching-Impulse zu verschiedenen Themen, von „Identität und Individualität“ über „Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein“ zu „Stärken und Fähigkeiten“ und vielem anderem mehr. Besonders haben mich natürlich die Kapitel „Kommunikation und Einfühlungsvermögen“ sowie „Emotionen und Intuitionen“ interessiert. Das Buch regt zur Selbstreflexion an, ist eine Quelle der Inspiration und gibt jede Menge Impulsen für Zukünftiges.

Coaching in Minutenschnelle enthält eine Fülle von Affirmationen. Dies sind selbstbejahende Sätze, die wir verinnerlichen können, um unsere Gedanken „umzuprogrammieren“. Affirmationen bieten einen praktischen Weg zu Wachstum und Veränderung und sind damit eine Möglichkeit im Selbstcoaching zu arbeiten.

Und da dies hier ein Mediationsblog ist, möchte ich gerne heute für meine Leserinnen und Leser aus dem Kapitel „Coaching-Impulse für bessere Kommunikation und mehr Einfühlungsvermögen“ zitieren. Vielleicht nehmen Sie diese Affirmationen in das nächste Jahr mit …

Kommunikation und Einfühlungsvermögen für 2016

„Gelingende Gespräche beflügeln, motivieren zu weiteren Handlungen. Sie sparen Zeit und Energie. Misslungene Gespräche kosten den letzten Nerv. Führe gelingende Gespräche und – wenn es nicht geht – tausche die Gesprächspartner aus.
Es ist nicht immer so, wie es dir scheint. Aus einem anderen Blickwinkel sieht es vielleicht schon ganz anders aus.
Wenn du glücklich sein willst, konzentriere Dich auf das, was Dir wichtig ist, schenk den Menschen, die Dich wertschätzen, Deine volle Aufmerksamkeit, nimm Dir Zeit für sie. Halte vor allem auch Menschen konsequent von dir fern, die Dich durch ihre negative Haltung Deinem Ziel, glücklich zu sein, keinen Schritt näher bringen. (…)
Viele Menschen leben zusammen, nur sie führen weitestgehend ein getrenntes Leben. Die Herausforderungen der heutigen Zeit sind enorm hoch für jeden einzelnen von uns. Wenn Du in einer Beziehung lebst, sprich regelmäßig mit Deinem Partner (…) oder Deiner Partnerin, unternimm regelmäßig etwas mit ihm oder mit ihr, bevor Ihr Euch auseinanderlebt und es zu spät für eine gemeinsame Beziehung ist. (…)
Mit einem einzigen ermutigendem Wort kannst Du einen Menschen auf eine wunderbare Reise schicken, deren Ziel Du selbst noch nicht ahnst. Worte bewegen. (…)“
(Etrillard, Stéphane: Coaching-Impulse. Fehmarn: Edition Forsbach 2015)

Interessiert an sechs Minuten Selbstcoaching täglich?

In diesem Sinne:
Seien Sie achtsam
und bewegen Sie durch Worte …

Dr. Christa D. Schäfer

Schon jetzt was Gutes für 2016

Für die Adventszeit habe ich mir dieses Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ich möchte Ihnen gerne einige Bücher und Materialien vorstellen und ausgewählte Übungen mitgeben, die Ihnen im neuen Jahr nützlich sein können. Es sind nur noch 4 Wochen bis zum Jahreswechsel, und darum geht es heute los mit dem Thema Ressourcenförderung.

Ressourcen entdecken

Letzte Woche schrieb ich zum Thema Resilienz und Kommunikation. Heute möchte ich gerne über Ressourcen schreiben.

In der Psychotherapie sind Ressourcen innere Potentiale eines Menschen. Sie betreffen z. B. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Geschicke, Erfahrungen, Talente, Neigungen und Stärken, die oftmals gar nicht bewusst sind. Diese können als Kraftquellen genutzt werden, um einen Heilungsprozess zu fördern. Der ressourcenorientierte Ansatz baut auf Untersuchungen auf, dass traumatische Erlebnisse von Personen mit Zugang zu ihren Ressourcen relativ gut verarbeitet werden konnten. Erstmals soll die systemische Familientherapie den ressourcenorientierten Ansatz verfolgt und integriert haben. Coaching, Mediation und Supervision arbeiten ressourcenorientiert.

Es kann unterschieden werden zwischen persönlichen, sozialen, materiellen und spirituellen Ressourcen. Persönliche Ressourcen können sein: Geduld, Frustrationstoleranz, Hartnäckigkeit oder auch Flexibilität … Soziale Ressourcen können sein: Der gute Kontakt zur Familie, ein guter Freund … Materielle Ressourcen können sein: Geld oder Raum … Spirituelle Ressourcen: Mein Glaube an das Gute im Menschen …

In kleinen oder größeren Krisenzeiten ist es sinnvoll, sich seiner Ressourcen bewusst zu werden und sie zu aktivieren und zu stärken. Da kann es hilfreich sein, die Sichtweise zu wechseln, etwas Neues auszuprobieren, einen neuen Blick einzunehmen. Auftretende Probleme können so oft einfacher und konstruktiver gelöst werden.

Auch oder gerade für Kinder sind Ressourcen heute immens wichtig. Deshalb gibt es jetzt das Kartenset Ressourcenübungen für Kinder und Jugendliche aus dem Beltz Verlag, das auf 60 einzelnen Karten je eine Ressourcenübung vorstellt. Auf der Kartenvorderseite ein nettes Bild, auf der Rückseite die Beschreibung der Übung. Die Übungen können niedrigschwellig im Familienkontext, im Kitabereich oder in der Schule eingesetzt werden. Sie sind allerdings auch für ein therapeutisches Setting hervorragend geeignet.

Die Karten unterstützen durch ihre einfache und dennoch klare Spache dabei, eine Ressource zu nutzen und einen Perspektivwechsel geschehen zu lassen. So können Ressourcen schnell, wirksam und nachhaltig aktiviert werden. Die Übungen heißen: Baum, Bilderrahmen, deine inneren Helfer, Eiswürfel, Fernbedienung, Position of Power, Regenbogen, Schutzkreis, Tresor, Vorbeifahrender Zug usw. usw. Das Kartenset ist nicht nur ein großer Fundus für Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene brauchen von Zeit zu Zeit Ressourcenübungen. Gerne möchte ich Ihnen deshalb folgende Übung aus dem Kartenset mitgeben:

Dein Krafttier

„Schließe deine Augen und überlege dir, welches Tier für dich für Kraft, Mut, Selbstbewusstsein, Stärke oder eine andere positive Eigenschaft steht. Es kann ein Tier sein, das es gibt, oder ein Fantasietier oder ein Tier, das sich aus unterschiedlichen Tieren zusammensetzt.
Wenn du nun das Tier gefunden hast, das lauter positive Eigenschaften verkörpert, stell es dir ganz genau vor. Wie groß ist es, welche Farbe hat es und wie fühlt es sich an? Wenn du das Tier jetzt ganz genau vor Augen hast, überlege dir, warum es für dich für all diese positiven Eigenschaften steht. Vielleicht sind es die Bewegungen oder das Auftreten an sich, die Körpergröße … Denk mal darüber nach.
Jetzt stell dir vor, wie du ganz dicht an dein Tier herangehst. Berühre es und werde für einen Moment eins mit ihm. Spürst du, wie all seine Kraft oder Gelassenheit auf dich übergehen? Genieße dieses Gefühl und nimm al die positiven Eigenschaften deines Krafttieres mit, wenn du dich wieder von ihm trennst. Wenn du magst, kannst du deinem Krafttier einen Namen geben. Vielleicht gibt es dein Krafttier auch als kleine Spielzeugfigur, dann kannst du es tatsächlich mitnehmen.
Von nun an ist dein Krafttier dein ständiger Begleiter. Wann immer du das Gefühl hast, du verlierst deinen Mut oder bist total gestresst, werde wieder eins mit deinem Krafttier und tanke neue Kraft und Energie oder nimm es mit in eine für dich schwierige Situation. Wenn du es brauchst oder wenn du Lust hast, es bei dir zu haben, rufe es zu dir. Das Gute ist, dass keiner dein Krafttier sehen kann und du es immer dabei hast.“
(Gräßer, Hovermann: Ressourcenübungen für Kinder und Jugendliche. Beltz Verlag)

Und hier noch die Übung “Baum”

Ressourcenübung_Baum_V

Ressourcenuebung_Baum_R

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann immer Sie die Kraft verlieren, nutzen Sie die Unterstützung Ihres Krafttieres auch in 2016. Herzliche Grüße und viel Kraft wünscht Ihnen
Christa Schäfer

Auch Oups kennt das Krafttier
und die Ressource, eine kleine Auszeit nehmen zu können …

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