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Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Category: Gemeinwesenmediation (Page 2 of 5)

Admiralbrücke ist neuer Mediationsfall in Berlin

Die Admiralbrücke ist in der Zwischenzeit recht bekannt. Sie liegt in Berlin Kreuzberg, ist für den Verkehr gesperrt und seit einigen Jahren recht beliebt. Bei warmem Wetter wird auf der Brücke gechillt und gefeiert. Nachdem es sich zunächst nur Berliner dort gemütlich gemacht haben, wird der Ort in der Zwischenzeit sogar in ausländischen Reisemagazinen als Geheimtipp gehandelt. Die meisten Anwohner finden das allerdings gar nicht gut.

Wir haben es hier in diesem Fall mit einem Großgruppenkonflikt im Gemeinwesen zu tun. Nach dem Vorbild der Konfliktmoderation am Brüsseler Platz in Köln soll die Problem- und Konfliktlage an der Admiralbrücke bearbeitet werden.

Vorige Woche berichtete der Berliner Tagespiegel bereits über die Problemlage an der Admiralbrücke, jetzt ist ein zweiter Artikel zur zukünftigen Konfliktmoderation um die Admiralbrücke unter der Überschrift: “Jetzt ist Feierabend“ erschienen.

Man darf gespannt verfolgen, was eine Mediation, in der Presse wird dazu auch gerne das Wort „Konfliktschlichtung“ genutzt, bewirken kann …

Christa D. Schäfer

Ein Fall für die Gemeinwesenmedition

Stellen Sich sich einmal den folgenden Fall vor:

In Berlin Spandau wohnt eine musikbegeisterte achtköpfige Familie in einem Reihenhaus. Die 16jährige Tochter spielt täglich eine Stunde Klavier und hat bereits beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ mitgemacht und dort einen Preis gewonnen. Auch einige ihrer Geschwister spielen ein Instrument und müssen natürlich üben.

Eines Sonntags nachmittags, die 16jährige Klavierspielerin übt gerade Bach, beschweren sich die neu zugezogenen Nachbarn erneut und holen die Polizei. Es wird eine Anzeige wegen Ruhe störendem Lärm aufgegeben. Das Bezirksamt setzt eine Geldbuße von 75 € fest, das zuständige Amtsgericht reduziert diese Bußgeld auf 50 €. Der Fall geht an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Dieses kippt das Urteil des Amtsgerichtes, da nach Ansicht der Richter im Lärmschutzgesetz nicht klar geregelt ist, wann jemand in seiner Ruhe gestört sei. Nun geht der Fall zurück ans Amtsgericht, das den Fall neu entscheiden muss.

In Berlin wird jetzt neu darüber nachgedacht, ob Hausmusik vom Lärmschutz ausdrücklich ausgenommen bleiben soll. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz kümmert sich darum.

Bereits im Oktober diesen Jahres (2009) wurde das Lärmschutzgesetz geändert. Kinderlärm gilt seit dem Zeitpunkt in Berlin als ein „Ausdruck selbstverständlicher kindlicher Entfaltung“. Jetzt wird darüber diskutiert, ob Hausmusik zu dem von Kindern verursachtem Lärm dazu gehört. Wie ist denn das gemeint?

Generell kann wohl das Spielen und Üben auf Instrumenten per Bußgeld untersagt werden. Den Richtern des Karlsruher Bundesverfassungsgerichtes geht es jedoch um die Frage, ob die Vorschriften zum Lärmschutz in einem solchen Fall klar genug sind. Möglicherweise könnte die Vorschrift wegen ihrer Ungenauigkeit gegen das Grundgesetz verstoßen.

Das Ganze ist wirklich passiert!

Bernd Matthies vom Berliner Tagesspiegel kommentiert:
“Das Verfassungsgericht hat sich jetzt aus der Sache rausgehalten, aber klare Regelungen angemahnt. Das ist gut. Aber für ein friedliches Miteinander braucht es mehr als Gesetze. Nämlich das Gefühl dafür, wann man anderen unzumutbar auf die Nerven geht. Pauschales gesetzliches Gutfinden ist keine Lösung.”

Ein pauschales gesetzliches Nichtgutfinden ist natürlich auch keine Lösung. Ja, und da wäre eine Mediation zwischen den ursprünglichen Streitparteien doch viel einfacher, schneller und natürlich auch „persönlicher“ gewesen. Und eine Lösung für das Problem, die gäbe es wahrscheinlich schon lange.

Falls Sie an einer kostengünstigen Nachbarschaftsmediation interessiert sind, so können Sie sich in Berlin gerne an das MediationsZentrum Berlin wenden, denn die Mitarbeiter des MediationsZentrums sorgen für gegenseitiges Verständnis und eine einvernehmliche Lösung. Da ist Ihr Anliegen gut aufgehoben.

Christa D. Schäfer

„Frieden statt Fronten“ – Ein Artikel zum MediationsZentrum Berlin im Tagesspiegel

Der Berliner Tagesspiegel stellt derzeit engagierte Berlinerinnen und Berliner vor. Das MediationsZentrum Berlin e.V. ist bei der Aktion Ehrensache dabei. Eine Jury, bestehend aus Unternehmer Daniel Wall, Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner und Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt, wählten sieben Menschen aus, die nun in einer Sereie im Tagesspiegel vorgestellt werden. Die im MediationsZentrum geleistete Arbeit wird mit dem Artikel Frieden statt Fronten prima dargestellt. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung! Besten Dank.

Christa D. Schäfer

Zweite Mediation um einen Uferweg in Potsdam?

Zur Mediation am Griebnitzsee hat man bisher nichts gehört oder gelesen. Ist sie zustande gekommen? Gab es Ergebnisse?

Nun sperrten auch Anrainer am Groß Glienicker See das Seeufer eigenmächtig ab. Bisher konnten Spaziergänger und Anwohner den Weg am See nutzen. Jetzt haben Besitzer im Süden des Sees ihr Grundstück umzäunt und Schilder aufgestellt. Damit gibt es einen zweiten heftigen Streit in Potsdam zwischen Privateigentümern und Spaziergängern um einen Seeweg.

Auch hier soll durch Mediationsgespräche eine Lösung gefunden werden. Als Mediatoren sind ebenso wie im Streitfall Griebnitzsee der frühere Brandenburger Justizminister Hans-Otto Bräutigam sowie der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maiziére vorgesehen.

Ein Teil der Anrainer hat jedoch schon jetzt ihre Teilnahme an den Gesprächsrunden abgelehnt und sich auf ein zu ihren Gunsten ausgefallenes früheres Gerichtsurteil bezogen.
Mehr Infos?
Man darf gespannt sein, wie es weitergeht …

Christa D. Schäfer

Schlägerei zwischen zwei Großfamilien

In Berlin Mitte (Tiergarten) gab es mal wieder eine Schlägerei zwischen zwei zerstrittenen arabischen Großfamilien, die mit Stühlen und Holzlatten aufeinander los gingen. Ca. 25 Männer und Frauen waren an dieser gewaltsamen Auseinandersetzung beteiligt, rund 100 Polizeibeamte schritten ein und trennten die Kämpfenden. Es gab einige Leichtverletzte. Mehr zum Vorfall lässt sich derzeit nicht in Erfahrung bringen.

Christa Schäfer

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