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Mediation und Konfliktberatung in Berlin

Category: Schule in Berlin (Page 2 of 7)

Wer ist Henri?

„Henri ist kein Fall, Henri ist ein Kind“ – so seine Mutter Kirsten Ehrhardt, die ein Buch über den bisherigen Lebensweg von Henri geschrieben hat. Henri ist ein Junge mit Down-Syndrom. Das Buch zeigt, wie Henri die Familie verändert hat, wie er den Kindergarten und die Grundschule auf den Weg der Inklusion gebracht hat und wie seine Eltern schließlich frustriert miterleben mussten, mit welchen Mitteln sich ein Gymnasium in Baden-Württemberg 2014 gegen die Aufnahme eines Kindes mit Behinderung wehrt.

Henri ist ein Kämpfer. Henris Familie ist glücklich, dass er da ist, und wird dennoch in eine Gedankenwelt verstrickt, die sie vorher nicht erahnt hat. Was mag das wohl für ein Gefühl sein, wenn der Arzt in das Zimmer kommt und zu der Krankenschwester sagt: „Da liegt das Down-Syndrom“. Auch Nachbarn und Freunde müssen zunächst lernen, mit der Tatsache Down-Syndrom umzugehen, manche Beziehungen zerbrechen, andere leben auf und intensivieren sich. Oft sind die Eltern von Henri hin- und hergeworfen zwischen ihren Gedanken um Henri, um seine Förderung oder Nicht-Förderung und um all das, was von Außen an sie herangetragen wird. Sicherlich trägt auch seine Schwester Emily durch ihre unaufgeregte Art dazu bei, dass Henri sich gut entwickeln kann. Gut, dass die Familie immer wieder Menschen findet, die ihnen Unterstützung und Kraft gibt. Dennoch ist der Weg, die Inklusion einzufordern, sehr hart. Zunächst die Kita, dann die Grundschule und schließlich der Weg auf eine neue Schule ist ein „steter Kampf“. Da werden die Eltern, die nur das beste für Henri wollen, schnell als „anstrengende Eltern“ wahrgenommen.

„Henris Leben findet in einem Spannungsfeld von Anpassung und Anderssein statt. Immer wieder werden wir herausfinden müssen: Wie reagiert ein System mit Normen und Vorschriften auf das Anderssein? … Henri ist anders und stört. Doch was ist eigentlich mit den Kindern, die auch anders sind als unsere Gesellschaft im Großen und bestimmte Systeme im Kleinen vorgeben, und die deshalb ebenso stören? Kinder, die langsamer oder schneller lernen oder einfach nur auf anderen Wegen zu einer Lösung kommen, vielleicht auch einmal zu einer unerwarteten?“ (Kirsten Ehrhardt: Henri. S. 52f)

Henri lernt laufen, sprechen, schreiben und rechnen, liebt seine Playmobil-Figuren, hat viele Freunde, lernt tanzen, singen und vieles vieles mehr. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie viel Freude er den Menschen in seiner Umgebung gibt.

2009 unterschrieb Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Inklusion ist also Menschenrecht. Damit hat sich Deutschland verpflichtet, eine inklusive Gesellschaft zu werden, und somit auch ein inklusives Schulsystem zur Verfügung zu stellen.

henri_ein_kleiner_junge_veraendert_die_weltDas Buch “Henri. Ein kleiner Junge verändert die Welt“ zeigt, wie es um die Inklusive Pädagogik in Deutschland 2015 immer noch bestellt ist. So einfühlsam und liebevoll Henri und das Familienleben mit ihm beschrieben wird, so ist auch der folgende Erfahrungsbericht offen und ehrlich. Er zeigt die Gedanken, die notwendig sind, um zu einem inklusiven Bildungssystem zu kommen. Er zeigt aber auch schonungslos das Denken von immer noch zahlreichen PädagogInnen, die Inklusion nicht umsetzen wollen oder können und vielleicht sogar Angst davor haben (Warum eigentlich?) …

Ach ja, der Weg an Gymnasium oder Realschule wurde Henri verwehrt. Schulleitung, Kollegium, Eltern, Schulkonferenz waren dagegen. Zur Sonderschule sollte er gehen. Jetzt wiederholt er die vierte Klasse der Grundschule, und zum neuen Schuljahr finden seine Eltern hoffentlich eine Schule, die Henri gut tun wird, und der auch er gut tun kann.

Auch Berlin ist ja erst ganz am Anfang des Weges zu einer Inklusiven Schule.
Es ist noch viel Arbeit notwendig. Packen wir’s an !!
Dr. Christa D. Schäfer

Was ist ein systemischer Lehrer?

Vor Jahren habe ich eine Ausbildung als systemische Beraterin gemacht, seitdem führe ich stets einige systemische Beratungen pro Jahr durch. Von Zeit zu Zeit schreibe ich auch hier in diesem Blog über systemische Themen, zum Beispiel über

Über den systemischen Lehrer habe ich bisher noch nicht geschrieben. Das möchte ich heute gerne nachholen, und dazu passend das Buch Der systemische Lehrer von Jürgen Pfannmöller aus der Reihe „Spickzettel für Lehrer“ vom Carl-Auer Verlag vorstellen.

„Systemisch orientierte Pädagogen können sich ruhig und entspannt zurücklehnen, wohl wissend, dass sie selber ‘Fragende’ sind – Fragende bezüglich passender Antworten auf die sich stets wandelnden und neu entstehenden Konfliktfelder in der Organisation Schule, zwischen Schülern und Lehrern, zwischen Schule und Eltern und auch mit dem politischen Umfeld von Schule.“ (Vorwort der Reihenherausgeber „Spickzettel für Lehrer“ in: Pfannmöller: Der systemische Lehrer. S. 3 f)

Der Autor Pfannmöller schreibt über den systemischen Lehrer: „Der systemische Ansatz blickt darauf, in welchem Zusammenhang (System) ein Problem entsteht und wie es aufrechterhalten wird. Am Beispiel typischer Schulsituationen möchte ich Ihnen Anregungen geben, welche Haltungen und Methoden neue Handlungsmöglichkeiten im System Schule eröffnen.“ (ebenda, S. 10)

Tatsächlich können in dem postkartengroßen 96 Seiten starken „Spickzettel-Büchlein“ verschiedene Grundlagen des systemischen Denkens nachgelesen werden. In der Folge werden systemische ‘Methoden’ vorgestellt: die Musterunterbrechung, die Teilearbeit, die Arbeit mit Glaubenssätzen, paradoxe Interventionen, die Methode Rollenspiel mit Elementen der systemischen Aufstellung und vieles mehr. Lebensnahe Geschichten aus dem Schulalltag verdeutlichen die vorgestellten theoretischen Aspekte, schlagen die Verbindung zur Schule und verdeutlichen Vorgehensweisen eines „systemischen Lehrers“. Erstaunlich, wie viele Anregungen in solch einem kleinen Büchlein Platz haben !!

Besonders hat mich das Kapitel „Konflikte lösen“ interessiert, das sich u.a. mit den Mechanismen des Dramadreiecks und den daraus folgenden Verstrickungen beschäftigt.

Das Dramadreieck ist ein psychologisch-soziales Modell von Stephen Karpman. Beheimatet in der Transaktionsanalyse beschreibt es ein systemisches Beziehungsmuster zwischen mindestens zwei Personen, die darin drei Rollen einnehmen können: Täter, Opfer und Retter.

In vielen Konflikten kann man diese verschiedenen Rollen finden. In verschiedenen Beziehungen oder Situationen befindet man sich meist in verschiedenen, wechselnden Rollen. Dennoch fühlen sich manche Menschen in ihrem Leben auf eine dieser Rollen festgeschrieben und / oder suchen bzw. finden diese Rolle. Andere Menschen erleben, dass sich binnen Sekunden die Rollen in einem Konflikt ändern können und aus einem Opfer ein Täter wird oder aus einem Täter ein Opfer oder aus einem Retter ein Opfer oder auch ein Täter.

Auch in der Schule gibt es Beziehungskonstellationen, die der Ordnung des Dramadreiecks folgen. Schülerinnen und Schüler können nach Anregung des Autors Pfannmöller im Rollenspiel das Dramadreieck erleben. Gerne möchte ich hier eines der Rollenspiele vorstellen:

Der Partyflirt
Beziehungskonstellation nach dem Drama-Dreieck

Die Rollen: A Freund / B Freundin / C Partyflirt / D Zeuge/Petze

Die Geschichte: A und B sind ein Liebespaar. Auf einer Party verschwinden plötzlich B und C von der Tanzfläche sonst wohin. Nach geraumer Zeit betreten beide wieder das Geschehen und treffen auf A. Beide sehen ziemlich strubbelig und zerzaust aus. Der ansonsten immer akkurat aufgetragene Lippenstift ist verschmiert. A äußert den begründeten Verdacht, dass B ein „falsches Spiel“ spielt. Es mischt sich D ein, der sagt, alles gesehen zu haben. (ebenda, S. 57)

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Rollenspiel in Schulklassen oder in Konfliktlotsenausbildungen gut ankommt und für viel Diskussion und Wirbel sorgt. Wenn Schülerinnen und Schüler das Dramadreieck theoretisch verstanden haben und sogar Erfahrungen damit im Rollenspiel gemacht haben, erkennen Sie leichter solche Muster im real life. Sie können dann sogar derartige Situationen überdenken und einfacher „lösen“. Was für ein Gewinn, nicht mehr im Dramadreieck gefangen zu sein …

Danke für die Anregung zu derartigen Rollenspielen im Schulbereich !!
sagt Christa Schäfer

Bausteine einer inklusiven Schule

Das Stichwort Inklusion ist heutzutage in aller Munde.
Was aber meint genau inklusive Pädagogik?

Wikipedia schreibt zur Inklusiven Pädagogik:
Inklusive Pädagogik ist ein pädagogischer Ansatz, dessen wesentliches Prinzip die Wertschätzung und Anerkennung von Diversität (= Unterschiedlichkeit) in Bildung und Erziehung ist. (…) Befürworter der Inklusion betrachten Heterogenität als ‚normale‘ Gegebenheit; Gegner der Inklusion argumentieren, dass Inklusion keine Methode sei, sondern eine Ideologie, in der nicht unbedingt das Glück und die Lern-Entwicklung aller Schulkinder im Mittelpunkt stehe, sondern die von Gesellschaft und Politik.
Inklusive Pädagogik ist dabei ein Gegenmodell zu Konzepten, die eher in der Bildung homogener Lerngruppen Vorteile sehen. Mit Slogans wie „Es ist normal, verschieden zu sein“, „Vielfalt macht stark“, „Jedes Kind ist besonders“ oder „Alle sind behindert“ möchten die Vertreter der Inklusion über den aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zitierten Begriff der inclusive education hinaus verweisen: Sie soll in Deutschland als Aufgabe mit Folgen für die gesamte Bevölkerung betrachtet werden.

Berlin.de, das Internetportal der Hauptstadt, verdeutlicht mit einem Schaubild die Begriffe Seperation, Integration und Inklusion:

Grafik Segregation Integration Inklusion

 

„Inklusive Didaktik. Bausteine für eine inklusive Schule“, so heißt ein Buch von Kersten Reich aus dem Beltz Verlag. Das 392 Seiten starke Buch kann als „Anleitung“ zum Aufbau einer inklusiven Schule gesehen werden. Reich beginnt mit den Voraussetzungen und Standards für eine inklusive Schule, beschreibt anschließend erste Schritte und verschiedene Bausteine einer solchen Schule, schildert Methoden und endet mit Hinweisen zu Unterrichtsplanung und -qualität. Damit legt das Werk Maßstäbe für eine Inklusive Schule vor, und ich kann mir vorstellen, dass das Buch zu einem Standardwerk wird.

Auch Demokratie in der Schule ist einer der Bausteine, auf die Reich eingeht.
In dem Buch heißt es:

Demokratie und Inklusion bedingen einander
Nach John Dewey erkenne ich demokratische Strukturen insbesondere daran, dass die Menschen in einer Gruppe unterschiedliche sein können und unterschiedliche Interessen und Wünsche sowie Lebenswege mit- und auch gegeneinander leben und verwirklichen können, ohne dadurch die toleranten Normen und Werte dieser Gruppe (Gemeinschaft) insgesamt infrage stellen zu müssen. Dieser Aspekt zielt auf Gemeinschaften ab, wie sie z.B. auch in Schulen für bestimmte Zeiten entstehen. Zugleich muss es aber auch zwischen verschiedenen Gruppen bzw. Gemeinschaften in einer Gesellschaft möglich sein, die oft sehr unterschiedlichen Interessen mit gegenseitiger Achtung, Respekt und Toleranz zu leben und ohne gegenseitige Schmähung und Gewalt zu verwirklichen, wobei die Menschenrecht und grundsätzliche Ansprüche auf Menschenwürde und Chancengleichheit beachtet werden müssen.“
(Reich, Kersten: Inklusive Didaktik. S. 21)

Eines der Buchkapitel beschreibt darum „Demokratie im Kleinen“ als wesentliche Grundlage für „Demokratie im Großen“. Es geht darum, dass Kinder und Jugendliche so früh wie möglich demokratische Methoden kennen und umzusetzen lernen. Demokratie im Kleinen soll auf allen Stufen des Lernens eine Partizipation der Lernenden ermöglichen. Reich zählt folgende Punkte zum demokratischen Grundanliegen im Kleinen:

  • Lehrenden müssen demokratische Elemente für den Schulalltag kennenlernen und sich auf dieses Konzept einlassen. Lehrende und Lernende bilden nicht zwei Parteien, die sich auf unterschiedlichen Ebenen begegnen. Es geht vielmehr darum, dass beide Seiten dafür verantwortlich sind, die pädagogischen Prozesse, d.h. den Unterricht und den Schulalltag erfolgreich gemeinsam zu gestalten.
  • Diskussionen und Auseinandersetzungen werden nach bestimmten Regeln ausgetragen. Es geht darum, dass sowohl unter den Lernenden als auch mit der lehrenden Person respektvolle Diskussionen stattfinden, aus denen gelernt wird. Ein Bestandteil davon ist, zu lernen, eine andere Person ausreden zu lassen und selbst zuzuhören. Erfahrungen, die in solchen Auseinandersetzungen gemacht werden sind sehr wichtig. So lernen Kinder und Jugendliche früh, andere Sichtweisen zu respektieren und sich in Diskussionen anzunähern, um Lösungswege zu finden. Dadurch wird das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl gesteigert.
  • Lehrende und Lernende können sich in ihrer Diversität zeigen.
  • Lernende und Lehrende erarbeiten gemeinsam ein Konzept der Partizipation. Projektarbeit behandelt demokratisch relevante Themen.
  • Aktive Teilhabe der Lernenden am Unterricht gehört zum demokratischen Prozess dazu.

Résumé: Die Schaffung einer inklusiven Schule setzt demokratische Spielregeln, eine demokratische Erziehung und viel demokratische Erfahrungen voraus.

Wie sieht es in ihrer Gruppe, in ihrer Klasse aus?
Ist der Gruppen- bzw. Klassenrat schon eingeführt?

Wenn nicht, so nutzen Sie meine Praxisbroschüre zum Klassenrat oder fragen Sie mich nach einem einführenden Seminar an …

Ach ja, jetzt gibt es übrigens eine neue und informative Facebook-Seite zum Thema INKLUSION in der Schule

Und auch auf meiner Twitter-Seite können Sie kurze und knackige Neuigkeiten im Umfang von 140 Zeichen lesen …

Dr. Christa D. Schäfer

Die Generation Y

Y

 

So werden sie genannt, die heute 15 bis 30-Jährigen. Die Shell Jugendstudien haben gezeigt, dass sie sehr leistungsorientiert sind und gute Abschlüsse in Schule und Ausbildung erhalten. Allerdings stellen Sie stets die Frage nach dem „Warum“ …

 

 

Klaus Hurrelmann hat zusammen mit dem Journalisten Erik Albert ein Buch zum Thema „Die heimlichen Revolutionäre. Wie die Generation Y die Welt verändert“ herausgebracht. Das im Beltz Verlag erschienene Buch rückt die Generation Y ins Zentrum. In ihrer Jugend hat diese Generation viele Krisen erlebt: den 11. September, den Beinahe-Zusammenbruch des Weltfinanzsystems, Klimakatastrophen und vieles mehr. Die Überwindung dieser Krisen gibt ihnen Zuversicht für die Zukunft.

Hurrelmann ist der Ansicht, dass die Generation Y die Bildung und Arbeit revolutionieren wird. Sie sind die Egotaktiker. Kein Job, der bis zur Rente reicht, sondern lebenslanges Lernen für immer neue Jobs. Der Job als Broterwerb war gestern, der Job heute steht für Selbstverwirklichung und so etwas wie den Sinn des Lebens. Keine starren Hierarchien und festen Bürozeiten, sondern Projektarbeit. Kein passives Lernen mehr, sondern Methodenvielfalt und Produktivität. Auch Lehrkräfte und AusbilderInnen müsse sich umstellen und ihre Rolle verändern, der Generation Y ihren Raum lassen, zu LernbegleiterInnen und BeraterInnen werden. Die Rolle als Coach ist gefragt.

Die Beobachtung des Wandels bleibt spannend,
sie ist täglich in unseren Schulen und an den Ausbildungsstätten zu sehen.
Die Generation Y ist revolutionär.

In Berlin gibt es am 10.09.2014 ab 18:00 Uhr eine Buchlesung zu diesem Buch in der Hertie School. Anmeldung sind möglich unter: events@hertie-school.org

Christa D. Schäfer

Die Schule geht wieder los in Berlin

Einige Zahlen zum Schuljahr 2013/14 in Berlin:

Es gibt 696 öffentliche Schulen.
349 weitere sind in freier Trägerschaft.
30.090 Schulanfängerinnen und Schulanfänger starten.

Insgesamt sind 21.186 Lehrerstellen an den öffentlichen Schulen besetzt.
2.673 Neueinsteiger kommen in die Schule.
Knapp 15 % sind davon Quereinsteiger, haben also keine Lehrerausbildung.
Mehr als die Hälfte der Quereinsteiger haben allerdings schon einmal pädagogisch gearbeitet.

Zahlen über Zahlen, und Schulkennerinnen und -kenner können sich das Dahinter in den Berliner Schulen vorstellen …

Alle, die heute wieder in den Schulalltag einsteigen, möchte ich zu einigen Gedanken über das Thema „Lernen in Schule“ anregen (und auch natürlich alle anderen). Für diese Schuleingangsgedanken habe ich mir die Bildkarten zur Biografiearbeit aus dem DON BOSCO Verlag Verlag in die Hand genommen und möchte Ihnen drei Karten als Anregung für das neue Schuljahr mitgeben.

Bildkarte_Biografiearbeit_01

Lernen

Man kann nicht nicht lernen.

Welche formalen Aus-/Fortbildungen haben Sie durchlaufen?
Welche Fähigkeiten und Haltungen hat das Leben sie gelehrt?
Welche Lernsätze würden Sie jüngeren Menschen mit auf den Weg geben?

Bildkarte_Biografiearbeit_03

Achterbahn

Mein Leben – die Schule – eine Achterbahn?
Kurven, Anstiege, Gefälle
Mal sich ganz leicht fühlen.
Mal schwer in den Sitz gepresst werden.
Lustvoller Nervenkitzel ?!

Bildkarte_Biografiearbeit_02

Abenteuer

Mein Leben – die Schule – ein Abenteuer?
Welche Prüfungen haben Sie schon bestanden?
Welche stehen Ihnen bevor?
Wer oder was stärkt Sie?
Woran orientieren Sie sich?

Die Bildkarten „Mein Weg ist mein Weg“ sind Karten, die ich im Coaching und Training sehr gerne einsetze. Jeder Mensch hat ein inneres Bild davon, wie sein Lebensverlauf bisher ausgesehen hat, und die meisten haben auch einen Wunsch für den zukünftigen Lebensweg. Die Bildkarten aus dem Don Bosco Verlag zeigen Symbole für diese Lebensbilder: eine Achterbahn, einen Knoten, einen Berg, den Auf- oder Abstieg, das große Meer und viele andere. Durch diese Visualisierung kann leichter über bisherige Lebenserfahrungen gesprochen werden. Pläne für Lebensentwürfe können zunächst bildlich erfasst und dann in die Tat umgesetzt werden. Die entsprechenden Fragen zum jeweiligen Bild (obige Fragen zu den Bildern sind leicht abgewandelt) befinden sich auf der Rückseite der Bildkarte. Ein kleines booklet, das das Kartenset ergänzt, bietet vielfältige Ideen spielerischer Art, mit den Karten umzugehen. Ob zur Selbstreflexion oder zum Austausch mit anderen, stets entdeckt man mit den Karten neue Ideen, neue Wege, neue Gedanken.

Ihnen ein gutes neues Schuljahr bzw. einen schönen „Restsommer“ wünscht Christa D. Schäfer

Und hier geht es zu einer Geschichte über eine erfolgreiche Lehrerin aus dem Buch Hühnersuppe für die Seele …

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